Feuerwehrabteilungskommandant Janik Wittner und Ortsvorsteherin Silvia Entress haben erfolgreich zu Spenden für die Flutopfer aufgerufen und halten nun gezielt Kontakt zu den wichtigen Projekten im Ahrtal. Foto: Bender

Unbürokratisch und schnell wollen die Gauselfinger nach der Flutkatastrophe Hilfe leisten. Insgesamt haben sie 6000 Euro gesammelt, wie Ortsvorsteherin Silvia Entress jetzt bekanntgegeben hat.

Gauselfingen - Wie viele andere konnte auch der Gauselfinger Feuerwehr-Abteilungskommandant Janik Wittner das Ausmaß der Flutkatastrophe kaum fassen. Er setzte sich mit der Rathauschefin zusammen, und beide riefen im Ortschaftsrat, über Social-Media-Kanäle und im Amtsblatt dazu auf, Spenden für konkrete Projekte auf das eigens eingerichtete Konto zu überweisen. Am Ende kamen knapp 6 000 Euro zusammen.

Janik Wittner erkundigte sich, wer dringend Hilfe in den Katastrophengebieten brauche. Da war unter anderem die Adler-Apotheke in Bad Neuenahr, welche komplett überflutet wurde, aber schnellstens den Notbetrieb wieder aufnehmen sollte, um die Menschen mit dringend benötigten Medikamenten versorgen zu können. Bei der nächsten Feuerwehrprobe in Gauselfingen informierte der Kommandant seine Kameraden und hielt telefonisch Kontakt mit dem Sohn der Apothekenbetreiber. Keine drei Wochen später konnten gezielt 1000 Euro überwiesen werden.

Nachdem die Apotheke mit dem Notwendigsten versorgt war, war die Freude groß. Also kümmerte sich Wittner zusammen mit Entress um Folgeprojekte. Man stieß auf den Förderverein "Florian Schuld". Die Feuerwehrkameraden an der Ahr hatten sämtliche Ausrüstungsgegenstände verloren, während sie ihren freiwilligen Dienst zum Wohl der Bevölkerung ausübten. Sie wurden quasi selbst kalt erwischt. Auch dort hielt Wittner über die Schiene "Kamerad hilft Kamerad" Kontakt.

Dann gab es noch die Lebenshilfe Ahrweiler. Zwölf Bewohner der Behinderteneinrichtung sind in den Fluten ums Leben gekommen, alle anderen wurden über Nacht obdachlos. Auch dabei war Hilfe dringend nötig. Beide Einrichtungen, die Feuerwehr in Schuld und die Lebenshilfe in Ahrweiler, wurden jeweils mit 2 300 Euro aus Gauselfinger Spenden unterstützt. Witner und die Ortsvorsteherin in Gauselfingen wollen den Kontakt mit den Flutopfern halten und in der Adventszeit nochmals zu Spenden aufrufen.