Einen Fußgängerüberweg einzurichten, ist vorschriftsmäßig kompliziert: Es geht um Sichtweiten, Stromversorgung und Flächen. Wie es bei dem Projekt weitergeht.
Eltern aus Grosselfingen setzen sich für Zebrastreifen ein, die den Weg Richtung Grundschule und Kindergarten sicherer machen sollen. Wie Bürgermeister Friedbert Dieringer auf Anfrage berichtet, befasst sich die Gemeinde schon längere Zeit mit dem Thema.
Und es ist vielleicht typisch deutsch, dass auch dieser Lebensbereich bis ins Detail reguliert ist. Dieringer erklärt, dass Zebrastreifen bislang nur möglich waren, wenn eine gewisse Personenzahl die Straße an dieser Stelle überquert. Diese Vorschrift wurde jedoch gelockert, sodass Zebrastreifen in Grosselfingen potenziell möglich wären.
Drei Querungshilfen
Dieringer möchte das Thema bei einer Verkehrsschau einbringen, die im Laufe der kommenden Wochen stattfinden soll. Dabei begutachten Vertreter von Polizei, Landratsamt und Gemeinde die Situation direkt vor Ort. Auf die inhaltliche Positionierung der Gemeinde kommt es dabei nicht ausschließlich an. Von entscheidender Bedeutung ist die Einschätzung des Landratsamts.
Unabhängig von der Situation in Grosselfingen, kommt es bei Zebrastreifen auf viele weitere Faktoren an. Dabei geht es zum Beispiel um vorgeschriebene Sichtweiten, ausreichend Flächen und Stromversorgung.
Was es in Grosselfingen bislang gibt, sind drei Querungshilfen mit Mittelinsel auf der Ortsdurchfahrt. Sie bieten bisher schon gute Möglichkeiten, die Straße zu überqueren.