Jörg und Angela Fürst (von links), Axel Fahrner, Bürgermeister Bernd Heinzelmann und Alexander Thau übergeben die Pannen-Service-Station (rechts) am Bahnhof Schenkenzell der Öffentlichkeit. Links im Hintergrund der Schlauchomat. Foto: Herzog

Radfahrer sind bei einem Defekt und fast leerem Akku in Schenkenzell gut aufgehoben. Direkt an der B undesstraße auf Höhe des Bahnhofs befindet sich eine Pannen-Service-Station samt Schlauchomat und auf der "Holzebene" eine Ladestation.

Schenkenzell - Das extra gegossene Fundament auf dem Vorplatz des Bahnhofs Schenkenzell ist kaum ausgehärtet, da wurde kürzlich eine hochwertige Reparatur-Service-Säule für Fahrräder aller Art mit Schraubendreher, Schlüssel, Schlauchheber und Luft installiert. Gesponsert wurde die knapp 3000 Euro teure Anschaffung inklusive der Aufstellung von der Stiftung der Sparkasse Wolfach.

Wie Bürgermeister Bernd Heinzelmann bei der "Freigabe" vor Ort mit Bank-Vorstandsvorsitzenden Axel Fahrner und dessen Stellvertreter Alexander Thau erläuterte, brauche es aus eigener Erfahrung oft zwei Schläuche beim Reparieren. Es komme auch nicht selten vor, dass beim Start zu einer größeren Tour der Ersatzschlauch mal vergessen werde. Bei einer Panne stehe man dann sprichwörtlich mit leeren Händen da.

Ort bietet gutes Angebot für Biker

In Schenkenzell lasse es sich gut Rad fahren, auch der Kinzigtal-Radweg geht durch den Ort. Die Pannenstation mit dem daneben stehenden Automaten mit Schläuchen in sechs verschiedenen Größen mache deshalb Sinn. "Der Platz vor dem Bahnhofgebäude ist auch für einen Stopp von größeren Radgruppen gut geeignet", urteilte der Bürgermeister. Damit möglichst viele Radfahrer von diesem Angebot erfahren, werde mit Hinweisschildern darauf aufmerksam gemacht sowie überall da, wo der Kinzigtal-Radweg beworben werde und auf den Internetseiten der Kommunen.

Eine von fünf Pannen-Stationen in der Umgebung

Nach Angaben von Fahrner und Thau gibt es außer in Schenkenzell weitere Pannen-Stationen in Schiltach, Wolfach, Oberwolfach und Bad Rippoldsau-Schapbach. Wie Heinzelmann von Jörg Fürst vom gleichnamigen benachbarten Autohaus erfuhr, werde auch der Schlauchomat sehr gut angenommen. Das Autohaus hat das Aufstellen mit dem Verein Schwarzwald Tourismus Kinzigtal (STK) organisiert und übernimmt die Befüllung des Automaten. Die Kosten in Höhe von 1400 Euro werden geteilt.

"Holzebene" als "richtige Adresse"

Laut den beiden Bank-Vertretern sei die Stiftung zu der Entscheidung gekommen, dass eine E-Bike-Ladestation dort am besten geeignet sei, wo gerastet und verweilt werde, Betrieb herrsche und der Akku nachlasse: an einer Steigung. Weil es im Kernort ohnehin bereits private Ladestationen gebe, sei das Gasthaus Holzebene die richtige Adresse dafür. Die nach Schapbach und dem Moosenmättle dritte installierte Ladestation der Stiftung im Wert von 9000 Euro verfüge über acht Schnell-Ladepunkte. "Den Adapter sollte man immer dabei haben", rieten die Vertreter den Radfahrern.

Info: Die Stiftung

Die 2012 ins Leben gerufene Stiftung der Sparkasse Wolfach hat ein Stiftungsvermögen von 2,5 Millionen Euro. Mit den jährlich daraus erzielten Gewinnen – bislang mehr als 300 000 Euro – werden Projekte für Vereine und öffentliche Einrichtungen gefördert. Damit möchten die Verantwortlichen Kinzig- und Wolftal stärken und attraktiver machen.