Sensei Jerome Mhagama trainiert in Tansania Menschen, die an Behinderungen oder Albinismus leiden. Foto: JKA Tansania

Das JKA-Karate-Dojo Wildberg – eine Abteilung des TSV Wildberg – unterstützt das Projekt New Heroes Youth Development Organization in Tansania mit Sachspenden.

Wildberg - Bei allen negativen Auswirkungen können die Wildberger Karateka der Corona-Pandemie auch positive Aspekte abgewinnen. So entstand bereits im Frühjahr 2020 ein weltumspannendes Netz in der Karate-Welt ("Karate@Home"), über das Karateka aus allen Ländern online miteinander trainieren konnten. Sehr viele namhafte Trainer und Trainerinnen teilten ihr Wissen und ihre Erfahrung aus ihrem eigenen Wohnzimmer heraus, und so konnte während des Lockdowns der Trainingsbetrieb wenigstens zu einem Teil aufrecht erhalten werden.

Es fehlt an grundlegenden Dingen

Im Rahmen von "Karate@Home" rückten zusätzlich Projekte in den Fokus, die sonst vielleicht nur wenig Beachtung gefunden hätten. Dazu zählt aus Sicht der Wildberger Kampfsportler das Engagement der New Heroes Youth Development Organization in Tansania. Neben seiner Tätigkeit als Cheftrainer der JKA World Federation – Tanzania kümmert sich Sensei Jerome Mhagama mit seiner Organisation um Menschen mit Albinismus und Behinderungen, denen er Karate als Sport und Lebensphilosophie nahe bringt. Allerdings fehlt es den Karateka in Jerome Mhagamas Organisation schon an der grundlegenden Ausstattung, wie der traditionellen Kluft – dem Karate-Anzug und -Gürtel.

Paket ist auf dem Weg

Das die Mitglieder des JKA-Karate-Dojo Wildberg das Projekt für sehr wertvoll halten, fassten sie den Entschluss, den tansanischen Sportkameraden zu helfen und riefen mit Erfolg zur Spende auf. Jetzt verpackten und verschickten sie zehn Anzüge, vier einzelne Hosen und Jacken sowie 22 Gürtel gepackt. Jetzt hoffen sie, dass das Paket unversehrt in Ostafrika ankommen und für viel Freude bei den Empfängern sorgen wird.

Tansania verzeichnet die weltweit höchste Geburtenrate von Menschen mit Albinismus (1:1439). Diese Menschen haben es aus verschiedenen Gründen schwer, denn häufig werden sie verfolgt. Zum einen fördern Hexendoktoren den Glauben an die potenziell magischen Eigenschaften ihrer Körperteile, Männer verdächtigen die Frauen oft der Untreue mit einem weißen Mann oder glauben, dass das Kind der Geist eines europäischen Kolonisten sei.