Showtanz gehört zum Bunten Abend in der Tälesee-Halle dazu. Foto: Baiker

Wie immer auf der Erfolgspur ist die Empfinger Narrenzunft. Ihr traditioneller Bunter Abend, dieses Jahr zum 70. Mal nach der altbewährten Methode „Marke Eigenbau“, lockte viele Gäste in die Tälesee-Halle.

Nach dem Einzug des Empfinger Narrenrates, begleitet von den närrischen Traditionsfiguren wie Schantle, Hexen, Osterbachmännle, Hochballett, gab es die traditionelle Begrüßung am Gartenzäunle mit Andreas Seifer und Willi Brindle.

 

„Guada Noobad, liabe leit, send’r do?“ Fabian Walter durfte neben der vollen Tälesee-Halle besondere närrische Gäste begrüßen, so Thomas Fischer, Präsident des närrischen Freundschaftsringes Neckar-Gäu, Jakob Holocher, Brauchtumsmeister des närrischen Freundschaftsringes Neckar Gäu, und Sarah König, Vizepräsidentin des VSAN.

Und dann ging es los, dies gleich mit den schönsten Mädchen von Empfingen mit ihrem traditionellen Standardtanz. Auf der Leinwand waren immer wieder humorvolle Clips zu sehen, welche Empfinger Firmen in den Vordergrund rückten. Danach folgte der Tanz der Osterbachmännle.

Jugendballett zeigt thematischen Tanz

Das Jugendballett zeigte wiederum, welche Freude das Tanzen macht. Ihr Motto war die Tagesschau. Sie tanzten unter anderem zu Themen wie die Schlangen im Tälesee oder die Beatparade.

Jakob Hollocher ließ es sich auch nicht nehmen, die volle Tälesee-Halle mit einer Büttenrede zu erfreuen. „Die örtliche Fasnet des isch toll, die spielt in Empfenge die größte Roll, ob im Saal ob uf dr Gass, en Empfenge macht die Fasnet Spaß.“ Eine gekonnte Persiflage über das Märchen Aschenbuttel zeigten die Hexen. Danach gab es eine Pause, wozu die Zottlamusik unter Leitung von Michael Gunkel zum Schunkeln einlud.

Mit Spannung wartete die volle Tälesee-Halle auf das Dorfgeschehen. Was passierte im Jahr 2024? Jana Gfrörer wollte ihre schwarze Perücke zu einem Pony schneiden. Sie wurde darauf aufmerksam gemacht, dass sie statt der Perücke ihr eigenen Haare erwischt hat. Für die Hochzeit von Sven Wannenmacher sollten die Bäume in der Werkstatt der Firma Schweizer mit Rosen geschmückt werden. Oma Irma Hellstern räumt immer alles auf, so auch die gelben Säcke mit den Rosen. Sie entsorgte diese in den Papiercontainern. Kurz vor der Trauung wurde festgestellt, dass die Rosen fehlen. Gott sei Dank können diese aus dem Container gefischt werden, da der Container schon voll war.

Bürgermeister als Peppone

Auch Bürgermeister Ferdinand Truffner stieg wieder auf die Bütt als Peppone und machte einen Sketch mit Pfarrer Thomas Fürst als Don Camillo. Themen waren die Kirche, das Gemeindezentrum und vieles mehr.

Eine Augenweide gab es nochmals mit dem Empfinger Hofballett. Der Empfinger Chor SCE zeigte sich wieder als Highlight eines gelungenen närrischen Abends.

Zwei Personen bekamen mit Liedern eine besondere Ehre. Dies sind Werner Eggenweiler und Thomas Blocher. Werner Eggenweiler wurde für 25 Jahre Engagement für die Kulturgemeinschaft gedankt. „Oh Werner Ade. Do sage mir dir danksche heit s´war mit dir a tolle Zeit.“

Eine Wurstkrone wird überreicht

Katrin Blocher vertrat ihren Vater Thomas Blocher und die elterliche Metzgerei. Auch ihm wurde für seinen Einsatz bei den Festen im Flegga gedankt. „Zom Adler nei do hots Wuschd ond Käs ond veil mei, Fleischsalat oder ao oan mit Ei.“ Katrin Blocher bekam als Vertretung für ihren Vater eine Wurstkrone überreicht.

In einem Lied wurde auch der „Wahlkampf – Wohin geht die Reise“ thematisiert.

Zu erfahren war noch, dass sich der SCE ab sofort umbenannt hat in Empfinger Fasnetskiachle.