Stellvertretender Vorsitzender Ralf Kossmann, die neue Kassierin Mara Westermann und ihre Vorgängerin Ramona Wurster, Kassenprüferin Ulrike Kirn und Vorsitzender Josef Schiebel (von links) nach der Wahl im Hotel Sonnenschein in Herzogsweiler. Foto: Frey

Der HGV Pfalzgrafenweiler hat nach drei Jahren wieder eine Hauptversammlung abgehalten. Der Weihnachtsmarkt soll sich verändern – wenn andere mitziehen.

Pfalzgrafenweiler - Vorsitzender Josef Schiebel blickte gleich auf drei Jahre zurück, wobei 2020 und 2021 coronabedingt keine Veranstaltungen stattfanden. Schiebel hätte sich für die Versammlung sicher eine größere Resonanz gewünscht. Der Teilnehmerkreis war überschaubar, obwohl die Mitgliederzahl konstant bei 71 liegt.

"2019 war noch ein normales Jahr", sagte Schiebel. Das Frühlingsfest war trotz einer Morgentemperatur von vier Grad gut besucht. Beim Weiler-Wald-Fest war viel los, auch der Weihnachtsmarkt wurde gut angenommen. Das Frühlingsfest 2020 war schon fest eingeplant, da wurde wenige Tage zuvor der erste Lockdown im Landkreis verhängt. 2021 ging nichts mehr.

Veranstaltungen der Nachbarn im Blick

Im laufenden Jahr konnte die Veranstaltungsreihe wieder aufgenommen werden. "Unser Frühlingsfest ist klein und fein", sagte Schiebel. In diesem Jahr sei die Resonanz deutlich besser gewesen, auch eine Folge des abgesagten Urschelfests in Nagold. Die Mitglieder wünschten sich "viel mehr Teilnehmer, auch außerhalb des HGV".

Axel Magnus regte an, beim Termin, der häufig am ersten Wochenende nach den Osterferien liegt, auch die Veranstaltungen der beiden großen Nachbarstädte Nagold und Freudenstadt mit im Blick zu haben. Er bot an, die Städte um rechtzeitige Informationen zu ihrem jeweiligen Veranstaltungskalender zu bitten und die Terminkoordination zu übernehmen. Sollten am Tag des geplanten Frühlingsfests in Pfalzgrafenweiler in beiden Städten attraktive Veranstaltungen auf dem Programm stehen, bedeute das deutliche Einbußen für die teilnehmenden Händler.

Weiler-Wald-Fest Mitte September

Der Termin für das Weiler-Wald-Fest in diesem Jahr steht bereits fest. Es soll am ersten Wochenende nach den Schulferien, also am 17. und 18. September, über die Bühne gehen.

Der Weihnachtsmarkt soll am 3. Dezember stattfinden. Schiebel regte an, über eine Verlängerung nachzudenken. Eine Ausweitung auf zwei Tage, also Samstag und Sonntag, womöglich auch schon mit Beginn am Freitagabend, hätte seines Erachtens überwiegend positive Auswirkungen. Die Hütten müssten sowieso aufgebaut werden, da könne man sie auch ein oder zwei Tage länger stehen lassen. Und der Betrieb am Freitagabend und am Samstag könnte zu einer viel besseren Auslastung führen.

Gespräche mit Vereinen

Der Vorschlag stieß auf breite Zustimmung, Axel Magnus gefiel die Möglichkeit der Bewirtung an zwei Abenden sehr. Allen Beteiligten war aber klar, dass die Vereine mit ins Boot geholt werden müssen. Häufig scheiterten solche Pläne an der mangelnden Bereitschaft, sich an einem oder zwei Abenden ehrenamtlich zu engagieren. Daher soll bald zu einer Gesprächsrunde mit den Vereinen eingeladen werden.

Die Regularien der Hauptversammlung wurden schnell abgehandelt. Kassiererin Ramona Wurster trug die Kassenberichte für die drei Berichtsjahre vor. 2019 gingen noch Rechnungen aus den Veranstaltungen des Vorjahrs ein. Daher waren die Ausgaben höher als die Einnahmen, was zu Lasten der Bankguthaben ging. In den Folgejahren war es umgekehrt, somit konnten die Guthaben wieder leicht aufgestockt werden.

Mara Westermann neue Kassiererin

Wurster wollte ihr Amt nach elf Jahren aufgeben, eine Nachfolgerin hatte sie auch gleich mitgebracht: Mara Westermann stellte sich den HGV-Mitgliedern kurz vor. Sie ist gerade 18 Jahre alt geworden und wird zum Jahresende ihre Ausbildung bei der Volksbank Nordschwarzwald zur Bankkauffrau beenden. Kassenprüferin Ulrike Kirn wird ihr Amt weiter ausüben, der zweite Kassenprüfer, Rainer Bürkle kandidierte aber nicht mehr.

Die Neuwahlen des gesamten Vorstands erfolgten in offener Abstimmung. Jeweils einstimmig wurden Vorsitzender Josef Schiebel und sein Stellvertreter Ralf Kossmann bestätigt und Mara Westermann zur neuen Kassiererin gewählt. Schriftführerin bleibt Ramona Kraus. Für die Positionen der Beisitzer gab es erneut keine Bewerber, sie sind nach der Satzung auch nicht zwingend zu besetzen. Zur zweiten Kassenprüferin wurde in Abwesenheit Leonie Magnus gewählt. Sollte sie ihr Amt nicht übernehmen können, würde ihre Mutter einspringen, die sich dazu spontan bereit erklärte.