Auf dem Vorstandsfoto (von links): Jochen Pfaff (Stellvertretender Vorsitzender), Baris Altun (Beisitzer), Mathias Kätel (Beisitzer), Anja Latz (Schriftführerin), Jasmin Mauthe (Besisitzerin), Gianna Türk (Beisitzerin) und Felix Käser-Funk (Vorsitzender) Foto: Monika Schwarz

Die Freudenstädter Shoppingnight ist ein Erfolgsmodell. Jetzt hat der Handels- und Gewerbeverein eine weitere Idee entwickelt, um Gastronomie und Einzelhandel zu beleben.

Dass an Stammtischen nicht nur getrunken, sondern auch produktiv gearbeitet wird, das zeigte sich beim inzwischen dritten Stammtisch des Handels- und Gewerbevereins (HGV) im Jägerstüble. Dort präsentierten der HGV-Vorsitzende Felix Käser-Funk und Schriftführerin Anja Latz nämlich ein neues Konzept, mit dem sie die Kundenfrequenz in Freudenstadt erhöhen und die Stadt weiter beleben wollen.

 

Der aktuelle Arbeitstitel des Konzepts lautet „First Saturdays“, weil es eben der jeweils erste Samstag im Monat ist, der dabei im Fokus stehen soll. Ob dieser Arbeitstitel am Ende auch das Motto wird, ist derzeit aber noch offen. Alternativideen wie ein „Pink Saturday“ sind im Gespräch.

Farblich abgestimmt

„Es geht nicht darum, das ,Late Night Shopping‘ abzulösen“, stellte Latz klar. Es gehe vielmehr darum, regelmäßig wiederkehrend an diesen Samstagen jeweils etwas Besonderes in der Gastronomie und dem Einzelhandel anzubieten und auf dieses Besondere mit einer unübersehbaren und farblich einheitlich gehaltenen Dekoration hinzuweisen.

„Meine Vision ist es, dass jeder an diesem Tag schon vom Auto aus sieht, dass etwas Spezielles geboten ist und dass es sich lohnt, hier auch anzuhalten und nachzusehen“, betonte Latz. Was dann jeweils als Besonderheit an diesem Tag geboten werde, bleibe am Ende jedem selbst überlassen. Lediglich bei der Dekoration gelte es, sich farblich mit Luftballons, Stoffbändern, Schleifen, Teppichen und sonstigem abzustimmen, um den gemeinsamen Auftritt auch so nach außen zu tragen. Die Teilnahme an der wiederkehrenden Aktion passiere aber freiwillig.

Shoppen, Verweilen und Genießen

Ziel sei es, den potenziellen Kunden die Entscheidung leicht zu machen, an jedem ersten Samstag des Monats zum Shoppen, Verweilen und Genießen nach Freudenstadt zu fahren und tagsüber auch länger da zu bleiben. Vorstellbar wäre an diesen Tagen die ganze Bandbreite von Musik über ein Goodie oder Extra, bis hin zu einem limitierten oder vergünstigten „First Saturday Artikel“, ebenso aber auch Kleinigkeiten wie ein Eisgutschein, ein Glücksrad oder auch Cross-Selling-Gutscheine in unterschiedlichen Geschäften. Am Abend könnte ein Sundowner den Tag beschließen.

Der HGV plant, sich mit dem Konzept auch für das Förder-Sofortprogramm Einzelhandel/Innenstadt zu bewerben. Bis zu 50 000 Euro an Förderung bei einem Eigenanteil von 40 Prozent sind offenbar möglich. Geplant ist der Start im Mai. Eine Arbeitsgruppe wird das Ganze vorbereiten.

Einlösung bis Ostersamstag

Ein weiteres Thema waren die rot-grünen Papiergutscheine, die aufgrund eines früheren Vorstandsbeschlusses bereits Ende 2025 ausgelaufen sind. Jetzt wurde beschlossen, die Einlösung der Gutscheine ein letztes Mal bis zum Ostersamstag zu verlängern. Danach noch angenommene Gutscheine würden nicht mehr mit Geld vergütet.

Diskutiert wurde kurz über die Frage ob es Sinn macht, die Läden am Sommernachtsshopping eine Stunde früher zu schließen, um Mitarbeitern die Gelegenheit zu geben, das Rahmenprogramm auch noch zu genießen. Ein Vorschlag ging auch dahin, den verkaufsoffenen Sonntag bei der Autoschau um eine Stunde vorzuverlegen und entsprechend früher enden zu lassen.

Infos unter www.hgvfds.de.