Der Fahnenhimmel anno 2005 in Balingen. Mit neuen Fahnen soll die Balinger Innenstadt auch während der Gartenschau gechmückt werden. Foto: Linder-Schick

Fahnenhimmel, verkaufsoffener Sonntag, Aktionen auf der Hauptbühne: Der Balinger Handels- und Gewerbeverein will die Gartenschau 2023 als Werbeplattform für sich und die Einzelhändler nutzen.

Balingen - Bei der schwach besuchten Mitgliederversammlung am Donnerstag stellte der Vorsitzende Bernd Flohr einen Maßnahmekatalog vor. "Angeschoben" sei bereits die Aktion "Gewinnkärtle", mit denen 100 Dauerkarten zu gewinnen sind.

Auch das Projekt "Fahnenhimmel" sei initiiert. In Anlehnung an den Fahnenhimmel, den die Kunstschule zur 750-Jahr-Feier der Stadt Balingen 2005 organisiert hatte, werden Fahnen von Kindern und Jugendlichen gestaltet und in der Friedrichstraße aufgehängt.

Gemeinderat muss zustimmen

Weit fortgeschritten seien Gespräche und Verhandlungen in Sachen "Bunte Pflanzenkübel" vor den Geschäften, so Flohr weiter. Die Genehmigung des Gemeinderats vorausgesetzt, werde darüber hinaus am 7. Mai 2023 ein verkaufsoffener Sonntag stattfinden, zwei Tage nach der Eröffnung der Gartenschau am 5. Mai 2023.

Auch während der Gartenschau sollen sich der HGV und die Einzelhändler präsentieren können, führte Flohr weiter aus. So sei bereits von der Stadt an 21 Donnerstagen von 13 bis 14 Uhr die Gartenschau-Hauptbühne reserviert. Für Flohr ist das eine einmalige Chance, die Gäste mit interessanten Vorführungen oder Aktionen zu einem Besuch der Innenstadt zu bewegen.

Kaum Rückmeldungen

Der HGV-Vorsitzende bedauerte aber, dass auf ein Rundschreiben so gut wie keine Rückmeldungen gekommen seien, wer sich eine Beteiligung vorstellen könne. Daher soll noch einmal bis September das Interesse abgefragt werden.

In diesem Zusammenhang verwies der Gartenschau-Chef Niko Skarlatoudis darauf, dass die Möglichkeit bestehe, die teilnehmenden Geschäfte in den Veranstaltungskalender aufzunehmen. Dafür sei aber eine frühzeitige Anmeldung notwendig.

Auch auf die "Happy Hour"-Aktion, die am ersten Donnerstag im Juni, August und September stattfinden soll, habe es kaum Resonanz gegeben, ärgerte sich Flohr. Gedacht sei daran, die Öffnungszeit der Geschäfte bis 20 Uhr zu verlängern und die Kunden eventuell zu bewirten oder mit Aktionen zum Einkauf zu bewegen.

500 000 Besucher werden erwartet

In den kommenden Wochen können die Geschäftsleute weitere Ideen vorschlagen. Denn laut Flohr sollen die Gartenschau-Besucher beim Gang durch die Balinger Innenstadt ein "Wow-Erlebnis" bekommen.

Skarlatoudis ergänzte, dass bei einer Gartenschau die Pflanzen und Anlagen im Mittelpunkt stünden. Doch sie sei auch eine einmalige Chance, bei erwarteten 500 000 Besuchern für die Stadt zu werben und Eindruck zu machen.