Die Strecke der Hesse-Bahn wird vom 6. bis 13. Juni voll gesperrt. Danach fährt sie durch bis nach Renningen. Meistens. Foto: Thomas Fritsch

Ab dem 6. Juni fährt die Hesse-Bahn wegen Bauarbeiten acht Tage lang nicht. Danach jedoch stehen Halbstundentakt und Fahrt bis Renningen auf dem Plan. Aber: nicht zu jeder Uhrzeit.

Bahnfahrer aufgepasst: Am Samstag beginnt die bereits seit einiger Zeit angekündigte Vollsperrung der Strecke der Hesse-Bahn. Vom 6. bis 13. Juni verkehren dann keine Züge zwischen Calw und Renningen.

 

Hintergrund sind Bauarbeiten an der zuführenden DB-Strecke sowie an der Hermann-Hesse-Bahn selbst. Konkret geht es um die Signaltechnik. Das neue digitale Stellwerk der Hesse-Bahn muss an das ältere Stellwerk der Deutschen Bahn angeschlossen werden, um einen reibungslosen Bahnbetrieb zwischen Renningen und Calw zu gewährleisten.

Die Strecke der Hesse-Bahn wird zwischen Calw und Weil der Stadt vom 6. bis 13. Juni voll gesperrt. Foto: Lightworkart – Manuel Kamuf

Danach geht es dafür endlich so richtig los: Ab dem 14. Juni soll die Hesse-Bahn im Halbstundentakt fahren; außerdem transportiert der Zug dann auch Fahrgäste bis Renningen statt wie bisher nur bis Weil der Stadt.

In Renningen wird dann auch der Umstieg Richtung Böblingen möglich sein. Vor allem Berufspendlern könnte das entgegenkommen.

Zweckverband wirbt mit Sparvorteil für Hesse-Bahn

Wie der Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn jüngst unter anderem auf Facebook vorrechnete, bringe der Zug einen großen Sparvorteil. Während das Auto – ohne Parkgebühren, Verschleiß und Versicherung – ungefähr 240 Euro im Monat koste, sei das Deutschlandticket für nur 63 Euro zu haben.

Einen Wermutstropfen gibt es dabei aber. Denn die Hesse-Bahn kann während der üblichen Berufsverkehrszeiten morgens, nachmittags und abends nur bis Weil der Stadt fahren. Der Grund: In dieser Zeit belegt die Express-Bahn S62 den Zeitslot, den die Hesse-Bahn benötigen würde.

Wie Frank von Meißner, Geschäftsführer des Zweckverbands der Hesse-Bahn, im Gespräch mit unserer Redaktion berichtete, handelt es sich um die Zeiten vom Betriebsstart am Morgen bis 9 Uhr sowie von 16 bis 19.30 Uhr.

In diesen Zeiten müssen Pendler also in Weil der Stadt umsteigen, um bis nach Renningen und von dort Richtung Böblingen zu kommen.

„Ein Fahrplan ist ja ein lebendes Konstrukt“

Die Umstiegszeiten würden dabei jedoch passen, sagt von Meißner, hier seien keine Schwierigkeiten zu erwarten. „Wir behalten die Situation aber im Auge“, erklärte er. Sollte es doch Probleme geben, könnte es Anpassungen geben. „Ein Fahrplan ist ja ein lebendes Konstrukt.“

Die Fahrt von Calw bis Böblingen sei also gewährleistet – nur eben mit einem Umstieg mehr.

Zunächst steht jedoch ohnehin erst mal die Sperrung an. Während dieser Zeit, so gibt das Landratsamt in einer Mitteilung bekannt, werde für die Fahrgäste ein stündlicher Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Zusätzlich stehe die Buslinie 670 zur Verfügung.

Damit gebe es zwischen Calw und Weil der Stadt zwei Busverbindungen pro Stunde.

Haltestelle „Rathaus“ kann nicht angefahren werden

Aufgrund von Straßenbauarbeiten in Althengstett kann die dortige Haltestelle „Rathaus“ während der Bauarbeiten allerdings nicht angefahren werden. Die Busse bedienen stattdessen die Haltestelle „Althengstett, Lamm“.

Aktuelle Fahrpläne sowie weitere Informationen sind auf der Internetseite der Hermann-Hesse-Bahn in der Rubrik „Fahrplan & Mitfahren“ verfügbar.