Die Abzweigung nach Althengstett bleibt noch einige Zeit gesperrt. Foto: Verena Slama

Gut gesicherte Bahnübergange retten im Zweifel Leben. Und bis alle Bahnübergänge der Hesse-Bahn gesichert sind, bleiben zwei Stellen in Althengstett gesperrt. Doch nicht mehr lange.

Die Bahn fährt, das Auto steht. Das versprechen sich Umwelt- und Klimaschützer in der Regel von öffentlichen Verkehrsmitteln.

 

In Althengstett funktioniert das schon jetzt – wenn auch noch in einem etwas anderen Sinne.

Seit März vergangenen Jahres ist über die Abzweigung von der B 295, kurz nach der Kuppe von Heumaden, kein Durchkommen Richtung Althengstett möglich. Weil dort gebaut wurde, um die Hesse-Bahn aufs Gleis setzen zu können. Inzwischen fährt der Zug jedoch seit Mitte Januar auf letzterem. Und gesperrt ist noch immer. Mittlerweile sogar gerade weil die Bahn fährt.

Aus Sicherheitsgründen gesperrt

Hintergrund ist der dortige Bahnübergang, wo Schiene und Straße sich kreuzen. Denn die Lichtzeichen und Schranken sind noch nicht soweit. Bis diese funktionieren, bleibt die Autostrecke aus Sicherheitsgründen zu.

Das ist der Zeitplan für die Sperrungen

Die neuesten Informationen zu den beiden Anlagen gibt es am Mittwochnachmittag: „Der Bahnübergang K 4310 wird voraussichtlich Mitte März geöffnet“, teilt Mara Müssle, Sprecherin des Landratsamts, auf Anfrage unserer Redaktion mit. Die Techniker des Bahnübergang-Herstellers seien in Verzug mit der Installation der Bahnübergang-Steuerungsanlage, also der Anlage, die Schranken und Lichtsignale steuere.

Derzeit gesperrt ist auch eine zweite Schienen-Straßen-Kreuzung, ebenfalls in Althengstett. Am neuen Kreisverkehr im Ort, wo Bahnstraße, Bahnhofstraße, Ölbergstraße, Schlüsseläckerweg und Stuttgarter Straße aufeinander treffen, unweit des alten Bahnhofs und auch des neuen Bahnhaltepunktes. Auch an dieser Stelle bleibt der Weg solange gesperrt, bis alles ordnungsgemäß in Betrieb genommen und geprüft wurde. „Der Bahnübergang Althengstett, Stuttgarter Straße, wird noch bis voraussichtlich Ende Februar wegen Bauarbeiten gesperrt bleiben“, so Müssle am Mittwoch.

Ähnliches gilt für den Fußgänger-Bahnübergang in Heumaden. Hier sind ebenfalls Restarbeiten in Sachen Sicherheit zu erledigen, die im Laufe des Februars zum Abschluss kommen sollen. Sechs Bahnübergänge gibt es insgesamt auf der Strecke der Hesse-Bahn zwischen Calw und Weil der Stadt. Einen in Heumaden, jene zwei in Althengstett, einen zwischen Ostelsheim und Althengstett, einen im Wald zwischen Weil der Stadt und Schafhausen und einen in Weil der Stadt. Die drei letztgenannten wurden bereits im Laufe einer Probefahrt Mitte Januar technisch abgenommen, bei der auch Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann an Bord war.

Am Samstag, 31. Januar, ist die Jungfernfahrt der Hesse-Bahn samt feierlicher Einweihung geplant. Tags darauf startet dann der eigentliche Betrieb für die Fahrgäste.