Geschäftsführerin Ellen Wagner stellt die Produkte der Firma Wagner vor. Foto: Boller

Die Volkshochschule Lahr hat dieses Jahr erstmals eine Besichtigung des 2022 fertiggestellten Werk 3 der Firma Wagner angeboten. Geschäftsführerin Ellen Wagner führte persönlich über das Werkgelände im Lahrer Industriegebiet West und nutzte die Gelegenheit zur Eigenwerbung.

Das mittelständische Unternehmen Wagner aus Lahr existiert seit mittlerweile fast 50 Jahren und hat sich in dieser Zeit stetig vergrößert. Neben dem ursprünglichen Werk 1 in der Tullastraße hatte sich die der Hersteller von Möbelkomponenten im Jahr 2000 mit einem weiteren Werk als erstes Unternehmen überhaupt im frisch erschlossenen Industriegebiet West angesiedelt. 2022 schließlich wurde gleich daneben Werk 3 fertiggestellt.

 

In Zusammenarbeit mit der VHS Lahr hat Wagner nun erstmals die Lahrer Bürger eingeladen, das Werk 3 zu besichtigen. Die Resonanz war groß. Letztendlich kamen 25 Menschen, über weitere Führungen wird aufgrund der großen Nachfrage nachgedacht. Geschäftsführerin Ellen Wagner, die das Unternehmen mit ihrem Bruder Ulrich Wagner in zweiter Generation leitet, gewährte zusammen mit Unternehmenssprecherin Eva Schilling und Lean Manager Simon Schwab einen Blick hinter die Kulissen.

Wagner betonte die Innovationskraft ihres Unternehmens, das liege bereits in der DNA der Wagner System GmbH. Schon ihre Eltern als Gründer des Unternehmens hätten mit einer einzigen Idee im Kopf eine „typische Start-Up-Karriere“ genommen: „Im Grunde war das eine Garagengründung“, so Wagner. Dieser Erfindergeist werde in dem in der Innenstadt Lahr angemieteten City-Lab, einem Produktionszentrum für Ideen, weitergeführt. Mittlerweile sei das Unternehmen eine „eierlegende Wollmilchsau“, das vielfältig aufgestellt sei und neben der Produktion ausgehend vom Rohstoff auch die Zusammenführung und Endmontage von Produkten anbiete, so Wagner.

Am 13. Juli ist Jobbörse in der Innenstadt

Mit der Errichtung von Werk 3 wurde auch dem angrenzenden Werk 2 eine Frischzellenkur verpasst. „Alles musste raus und wurde durch Neues ersetzt“, so Wagner. Im Grunde sei nur noch die Fassade des architektonisch auffälligen Bauwerks mit den Bullaugen übriggeblieben. Zur Neuaufstellung des Unternehmens gehört auch die neu geschaffene Position des Lean-Managers. Simon Schwab ist seit zweieinhalb Jahren für die Verschlankung des gesamten Unternehmens und der Produktionsprozesse zuständig und führt die VHS-Teilnehmer bei einem Rundgang durch die zusammengeführten Werke 2 und 3.

Besonders wichtig war Wagner und Schilling der Hinweis auf die Veranstaltung „Job X Pedition“, die bis Mitte Juli als Pop-Up-Store in der Lahrer Innenstadt gastiert und Jobs und Studienangebote für angehende Berufstätige anbieten will. Das Publikum wurde dazu aufgefordert, bei Kindern und Enkeln Werbung für diese Veranstaltung zu machen. Zum Abschluss wurden die Lahrer VHS-Teilnehmer mit einem Goodie-Bag verabschiedet.