Harte Geduldsprobe: Zwei Wochen müssen die Bewohner des Fuchslochs eine lange Ausweichstrecke fahren, weil die einzige Zufahrt zum Wohngebiet wegen Bauarbeiten gesperrt ist.
„Ab Montag, den 16. September 2024, bis Freitag, den 27. September 2024, wird die Bahnhofstraße im Bereich der Bahnbrücke aufgrund von Arbeiten zum Kanalanschluss voll gesperrt“ – so hatte die Ankündigung der Gemeindeverwaltung gelautet. Mit Hinweis auf die Einrichtung einer überörtlichen Umleitung über Althengstett, Simmozheim und Weil der Stadt – diesmal alternativlos. Denn entgegen früherer Umleitungsstrecken war diesmal kein Ausweichen über den Feldweg und die Bahnlinie östlich des Fuchsloches möglich, „da die Bahngleise im dortigen Bereich bereits verlegt wurden und einer provisorische Schienenüberbrückung am dortigen Standort nicht zugestimmt worden ist“, ließ die Gemeindeverwaltung die Bevölkerung weiter zu den Arbeiten in Zusammenhang mit der Hermann-Hesse-Bahn wissen.
Am besten kam man in den beiden vergangenen Wochen im genannten Gebiet als Fußgänger von A nach B: Im Bereich Bahnhofstraße-Weingärten- Fuchsloch war ein provisorischer Weg in Richtung Ortsmitte eingerichtet worden.
Anschluss an Kanal der Gemeinde
Die Bauarbeiten waren laut Valerie Nußbaum, Sprecherin der Calwer Landratsamts, nötig für die künftige Entwässerung des Bahngeländes. „Dazu war ein Anschluss an den Kanal der Gemeinde notwendig“, gab sie im Gespräch die Angaben des Hermann-Hesse-Zweckverbands gegenüber unserer Redaktion wieder.
Beschwerden im Rathaus
Einigermaßen erbost hatten sich einige Bewohner des Fuchslochs wegen der Komplettsperrung telefonisch im Rathaus gemeldet. „Aber auch über Mails und Instagram gab es Beschwerden“, gibt der Ostelsheimer Bürgermeister Ryyan Alshebl auf Nachfrage unserer Redaktion an. Und ja, wie oft in solchen Fällen, hätte der ein oder andere Autofahrer versucht, den Schleichweg über den Feldweg oder die Bahnlinie östlich des Fuchslochs zu benutzen.
Bürgermeister spricht von Versäumnis
Der Rathauschef hat Verständnis für all den Ärger: „Es ist ein großes Versäumnis der Gemeinde, keine zweite Zufahrtsstraße für das Fuchsloch als Bedingung für die Beteiligung an der Hesse-Bahn festgelegt zu haben“. Er könne vollkommen nachvollziehen, dass sich die Bewohner des Fuchslochs in dieser Situation benachteiligt gefühlt hätten.