Knapp mit 0:1 geschlagen geben mussten sich Jonas Vogler und die TSG Balingen im Hinspiel dem TSV Steinbach-Haiger. Foto: Kara

Eine Herkules-Aufgabe wartet auf die Kicker der TSG Balingen in der Regionalliga Südwest. Die seit sechs Spielen sieglosen Eyachstädter müssen am Samstag (14 Uhr) beim Tabellenzweiten TSV Steinbach-Haiger ran.

Eine wahre Durststrecke hat das Team von Balingens Cheftrainer Martin Braun derzeit zu verzeichnen: seit dem 2:0-Erfolg beim VfR Aalen wartet die TSG auf den nächsten Dreier und ist dadurch mit in den Kampf um den Klassenerhalt gerutscht.

Einen kleinen Lichtblick gab es allerdings am vergangenen Wochenende mit dem 0:0 gegen FK Pirmasens. Bei der Nullnummer gegen den direkten Konkurrenten blieben die Eyachstädter erstmals seit dem Aalen-Spiel ohne Gegentor. Und so konnte Trainer Braun ein positives Fazit ziehen. "Das Spiel war enorm von Disziplin, Zweikampf- und Laufbereitschaft sowie auch Härte auf beiden Seiten geprägt. Ich finde, wir haben gegen einen sehr robusten Gegner mit großen Spielern gut dagegen gehalten. Wo wir uns verbessern müssen ist, mehr Torchancen heraus zu spielen. Daran arbeiten wir auch; das ist aber gegen so kompakte Mannschaften wie Pirmasens nicht so einfach. Hinzu gekommen ist auch, dass es auf unserem Platz derzeit schwer ist, gute Kombinationen zu zeigen", resümiert der TSG-Coach.

Aber nun wartet natürlich ein ganz anderes Kaliber auf den Balinger Chefcaoch und sein Team. "Steinbach ist eine sehr gute Mannschaft, die offensiv sehr viel Potenzial hat, torgefährlich ist und hohes Tempo geht", schildert der ehemalige Bundesligaprofi die Vorzüge des samstäglichen Gegners. "Das heißt für uns, sehr aufmerksam zu sein, viel Laufbereitschaft zu zeigen und viel zu arbeiten. Dann müssen wir eben hoffen, dass wir auch selbst immer wieder zu Torchancen kommen und möglichst die eine oder andere zu nutzen", kennt der 52-Jährige das -Anforderungsprofil seiner Mannschaft, um auf dem Haarwasen in Haiger bestehen zu können. Im Hinspiel war das der TSG eine Halbzeit lang sehr gut gelungen. Im zweiten Durchgang erhöhte Steinbach-Haiger den Druck und kam nach 73 Minuten zum 1:0-Siegtreffer durch Enis Bytyqi. "Da haben wir eine gute Leistung gezeigt, wenngleich Steinbach verdient knapp gewonnen hat. Das gilt es nun zu wiederholen und noch ein bisschen konkurrenzfähiger zu sein als im Hinspiel. Das werden wir versuchen umzusetzen."

Auch von der Spielweise her treffen die Eyachstädter auf einen ganz anderen Gegner als zuletzt Pirmasens. "Die Räume, die Steinbach anbietet, sind größer als bei Pirmasens; allerdings hat der TSV auch eine hohe Spielkontrolle. Da müssen wir stabil sein – auch wenn wir den Ball haben – um das Pressing des TSV zu überspielen. Das ist eine wichtige Aufgabe, die wir möglichst gut lösen wollen", sagt Braun.

Personell kann der Balinger Trainer auf fast die gleichen Akteure wie zuletzt zurückgreifen. Kapitän Matthias Schmitz wurde erfolgreich am Außenmeniskus operiert. "Er wird uns zwischen sechs und acht Wochen fehlen", sagt Braun. Fehlen wird zudem Fabian Kurth, der gegen Pirmasens seine fünfte gelbe Karte sah. Dafür kehrt Adrian Müller, der zuletzt studienbedingt fehlte, zurück

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