Männergesangverein Binzen unter der musikalischen Leitung von Musikprofessorin Ibolya Barla. Foto: Hartmut Schwäbl

Vier Chöre aus der Region haben beim Herbstkonzert des Männergesangvereins Wieden gesungen, der damit auch sein 170-jähriges gefeiert hat.

Ganz im Zeichen der Erntezeit stand das Herbstkonzert des Männergesangvereins Wieden, der in diesem Jahr sein 170-Jähriges feiert. Die Gemeindehalle Wieden kam mit Kürbissen und Tischdeko herbstlich daher, kulinarisch wurde Kürbissuppe angeboten.

 

Drei Chöre hatten die Wiedener Sänger eingeladen, die alle erst mit der vom Publikum eingeforderten Zugabe die Bühne verlassen durften. Den Auftakt in die gesangliche Vielfalt des Abends machten die Wiedener Sänger unter der Leitung von Dirigent Norbert Asal mit dem zweisprachig gesungenen stimmungsvollen Spiritual „Oh Lord, what a morning“. Der „Siloballen Blues“ erinnerte an den Herbst, bezog alle Ortsteile ein und brachte das Publikum in Schwung.

Der befreundete, gemischte Belchenland Chor machte seinen Gegenbesuch zum Frühlingskonzert, das wiederum die Wiedener Sänger bereichert hatten. Der Gesang unter der Leitung und Klavierbegleitung von Arne Marterer berührte das Publikum. Darunter waren die deutsche Version des Abba-Songs „I have a dream“, das Lied „Was wichtig ist“ von Udo Jürgens und Nenas Song „Wunder geschehn“, mit dem sie das Schicksal ihres schwerbehindert geborenen und nach elf Monaten verstorbenen Sohnes verbindet.

Lebendiger und ausdrucksstarker Gesang

Dass sich der Blick über den Tellerrand lohnen kann, zeigte der Gesangverein „Eintracht“ Binzen. Bewusst hatte der Wiedener Chor die Sänger eingeladen. Und die begeisterten das Publikum mit Klangdynamik, dirigiert und am Piano begleitet von Musikprofessorin Ibolya Barla. Der im Oberen Wiesental oft gesungene Lokalklassiker „Untreue – Durchs Wiesetal gang i jetzt na“, wurde durch die ausdrucksstarke Inszenierung des mit 33 Sängern angereisten Chors lebendig. Pfiffig wirkte der Handysong, der ironisch klarmachte, dass heute ein Mensch ohne Handy kein Mensch mehr sei.

Kleiner Chor bietet musikalische Leckerbissen

Von der Anzahl her boten die zwölf Sänger des Männergesangvereins Untermünstertal einen Kontrast auf der Bühne. Der junge, ambitionierte Dirigent Niklas Hötzer am Piano zeigte, dass musikalischer Anspruch auch mit wenigen Sängern funktioniert. Als Zugabe war der Comedian-Harmonists-Song „Zauber der spanischen Nächte“ ein musikalischer Leckerbissen. Alle vier Chöre verabschiedeten sich gemeinsam mit kraftvollem Klang, von Niklas Hötzer und Norbert Asal im Wechsel dirigiert.