Einen lebendigen Eindruck von der Qualität der musikalischen Ausbildung an der Karg-Elert-Musikschule vermittelten die Ausführenden einmal mehr beim Herbstkonzert. Foto: Weber

Die Karg-Elert-Musikschule präsentiert sich mit einem eindrucksvollen Programm.

Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde der jungen Musikerinnen und Musiker hatten sich zahlreich in der ehemaligen Augustiner-Klosterkirche zum Herbstkonzert der Karg-Elert-Musikschule Oberndorf – Sulz eingefunden. Musikschulleiter Kay Kieferle begrüßte das Publikum, darunter Bürgermeister Jens Keucher aus Sulz und sein Oberndorfer Amtskollege Matthias Winter.

 

Den musikalischen Anfang mit „William Tell“, „Laura Lee“, „Old Mc Donald“, „Ode an die Freude“ und „Bruder Jakob“ machte die Bläserklasse aus Bochingen mit ihrem Dirigenten und Ausbilder Michael Müller.

Die Bläserklasse Bochingen – mit ihrem Lehrer Michael Müller – hat auch ihren Auftritt. Foto: Weber

Mit „Menuett“ (Valentin Rathgeber) und „Contredanse“ (Pierre Chédeville) stellte sich das Gitarrenensemble Sebastian Granz, Francessca Beninato und Marc Schanz aus der Gitarrenklasse Christina Genthe vor. Die Gesangsklasse Petra Dieterle wurde durch Michelle Schumann (Sopran) und ihrer Lehrerin mit „Laudamus te“ (Antonio Vivaldi) vertreten – am Klavier begleitet von Alfred Gemsa.

Mit Bériot das Können zeigen

Aus seiner Geigenklasse gab Alfred Gemsa darauf Michelle Schumann mit dem ersten Satz des Violinkonzertes a-Moll von Charles Bériot Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Lewin Rapp und Angelina Stebner – beide Saxofon aus der Klasse Jacek Magiera – stellten sich mit „Petite Gavotte“ (Eugene Bozza) und „Canzonetta“ (Alfredo d’Ambrosio) vor, begleitet von Alfred Gemsa. Tymur Razumnykh spielte die „Sicilienne et Gigue“ (Georg Friedrich Händel), am Klavier begleitet von Alfred Gemsa.

Der gewisse Spaßfaktor

Die Brüder Ben und Danny Kleinschmidt aus der Klasse Barbara Schmalz brachten „The Storm“ (Daniel Gottlob Türk) vierhändig. Auf der Geige zeigte Artur Razumnykh mit „Carmen Fantasy“ (František Drdla) aus der Klasse Alfred Gemsa, begleitet von seinem Lehrer, sein Können.

Es wäre höchst ungerecht, hier eine Wertung abgeben zu wollen; alle, die hier ihr Können zeigten, gaben ihr Bestes. Herausstellen könnte man das Bestreben aller Lehrkräfte der Karg-Elert-Musikschule, auf die sorgfältigste Ausbildung der jungen Musiker zu achten. Dass ein gewisser Spaßfaktor noch hinzukommt, war manch junger Spielerin und manch jungem Spieler anzumerken.

Achtsame Stimmbildung

Die Gitarre wird hier primär als Instrument der Melodie und nicht Erweiterung des Rhythmusblocks aufgefasst. Eine junge Stimme „unplugged“ zu hören, ist etwas Seltenes. Diese Stimme wird achtsam gebildet, nicht überfordert; in allen Belangen, wie Atemtechnik oder Artikulation, unterstützt. Den Erfolg konnte man bei Geigenauftritten ablesen, in denen Doppelgriffe, Triller oder klare Flageolett-Töne und andere Verzierungen zu meistern waren.

Wenn sich Schulleiter Kay Kieferle am Ende des Konzerts bei allen Beteiligten für ihr Mitmachen und beim Publikum für sein Kommen bedankte, gab dieses Dank und Anerkennung durch großen Applaus zurück.