Die Stadtkapelle Blumberg präsentierte bei ihrem Herbstkonzert ein vielseitiges Programm. Die Solisten begeisterten mit ihrem Spiel und Gesang.
Die Stadtkapelle Blumberg zog bei ihrem Herbstkonzert in der voll besetzten Stadthalle wieder einmal alle Register ihres Könnens. So erlebten die zahlreichen Besucher, darunter auch Bürgermeister Markus Keller, ein erstklassiges Konzert des Orchesters, das die facettenreiche Musik unterschiedlichster Stilrichtungen auf höchstem Niveau direkt in die Herzen der Zuhörer spielte.
In gewohnter Manier führte das spritzige Moderatoren-Duo Susanne Freitag und Werner Vogt mit viel Witz und Charme durch das Programm. Energiegeladen eröffnete die Stadtkapelle mit ihrem Dirigenten Ralf Hoffarth das Konzert mit „Aurora Borealis“, in dem das Naturphänomen der Polarlichter mit seinen vielfältigen Farbspielen gelungen vertont wurde.
In Rossinis Ouvertüre „Die diebische Elster“ erzählten die Musiker mit einem fulminanten Klangkörper die tragisch-heitere Geschichte des Dienstmädchens Ninetta, das zu Unrecht des Diebstahls beschuldigt wurde und nur knapp der Todesstrafe entging.
Als absoluter Virtuose auf seinen Instrumenten bewies Nevio Celar anschließend in „Saxpack“ sein außerordentliches Talent als Solist auf dem Es-Alt- sowie dem Sopransaxofon, wobei es ihm gelang, verschiedene Stilistiken und Tonlagen gekonnt und sehr gefühlvoll umzusetzen. Ein wahrer Applaussturm zollte dem Nachwuchstalent die gebührende Anerkennung.
Im Latino-Fieber
Emotional abwechslungsreich, mit einem Spektrum von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt, ging es in „Klezmer Classics“ weiter, bevor der fidele Ehrungsmarsch „Bandwagon“ von Philippe Sparke zu Ehren der drei verdienten Musiker Katharina Kuntz, David Sedlak und Gerd Feederle den ersten Konzertteil beschloss.
Temperamentvoll startete die Kapelle unter der Leitung von Vize-Dirigentin Anja Schuler mit „Paconchita – Obertura latina para Orquesta Sinfónica“ in den zweiten Teil. Das gesamte Orchester war im feurigen Latino-Fieber und begeisterte voller Energie mit fetzigen Rhythmen.
In die Welt der Schlager entführten die Musiker das Publikum in „Kaisermania“, wobei Harald Schmieder als Roland Kaiser auftrat und mit bekannten Ohrwürmern die Zuhörer begeisterte und zum Mitsingen animierte.
Begeistertes Publikum
Die Ereignisse einer Hochzeit auf dem Balkan brachte die Kapelle den Besuchern in dem anspruchsvollen und schwungvollen Stück „Balkan Dance“ zu Gehör, in dem Fridolin Fluck, Susanne Freitag, Werner Vogt, Marc Löffler und Angelika Sedlak solistisch begeisterten.
Ein besonderer Augen- und Ohrenschmaus war danach der Auftritt des bekannten Blumberger Sängers Thomas Sausen, der in „Roger Cicero on Stage“ mit Titeln wie „Frauen regieren die Welt“ oder „Die Liste“ förmlich die Bühne rockte.
Mit dem anspruchsvollen Medley „Udo Jürgens“ von Walter Ratzek blieb die Kapelle dem deutschen Liedgut treu und spielte bekannte Hits wie „Liebe ohne Leiden“, „Ich war noch niemals in New York“ oder „Die Sonne und Du“ auf, wobei Peter Deininger, Susanne Freitag und Marc Löffler solistisch glänzten.
Das Publikum zeigte sich von dem hochkarätigen Konzerterlebnis vollends begeistert und belohnte die Musiker mit lang anhaltendem Applaus. Auch nach den Zugaben „Let’s do the Jive“ und „A Long Way to Tipperary“ hatten die Zuhörer noch nicht genug und forderten eine dritte Zugabe. Dem kam die Kapelle gerne nach, bevor sie den rundum gelungenen Konzertabend endgültig beschloss.