Zahlreiche Zuschauer verfolgen die Herbsthauptprobe der Abteilung Döggingen der Bräunlinger Feuerwehr. Foto: Lutz Rademacher

Bei der von vielen Zuschauern verfolgten Herbstprobe der Feuerwehr-Abteilung Döggingen werden ein Brand mit Explosion und ein Unfall angenommen.

Eine Verkettung unglücklicher Umstände war die Annahme bei der Herbsthauptprobe der Abteilung Döggingen der freiwilligen Feuerwehr Bräunlingen.

 

Bei einem angenommenen Brand und einem Unfall musste jedes Rädchen ineinandergreifen. Letztlich fiel der Kommentar von Christoph Barth, dem Kommandanten der Gesamtwehr, kurz und knapp aus: „Es gab nichts zu beanstanden.“

Übungsobjekt war die Halle der Firma Stiebler im Industriegebiet Richtung Mundelfingen. Bei Schweißarbeiten war es dort zu einer Explosion mit einem Feuer gekommen. Mehrere Personen waren verletzt und eingeschlossen. Ein Landwirt fuhr vom angrenzenden Feld zur Halle, um zu helfen, und übersah einen Ersthelfer vom gegenüberliegenden Betrieb. Dieser wurde erfasst und unter dem Traktor eingeklemmt.

Neun Mann vor Ort

Die Alarmierung erfolgte über Funkmeldeempfänger. Das Dögginger Fahrzeug traf nach kurzer Zeit mit neun Mann vor Ort ein, wovon sich zwei schon bei der Fahrt als Atemschutzträger ausgerüstet hatten und mit der Menschenrettung begannen. Hierfür wurde blitzschnell eine Wasserversorgung aus dem 1600-Liter-Tank des Fahrzeugs aufgebaut. Parallel kamen weitere Kameraden mit dem Mannschaftstransporter. Ein Feuerwehrmann beruhigte den laut Annahme Schwerverletzten, während seine Kollegen das Material bereitstellten, um den Traktor aufzubocken und diesen aus einer Lage zu befreien.

Wassernachschub sichern

Eine weitere Aufgabe war der Anschluss an den Hydranten Wieselbrunnen, um den Wassernachschub zu sichern. Inzwischen war auch das Bräunlinger Fahrzeug eingetroffen, das bei dieser Probe ausschließlich mit Dögginger Feuerwehrleuten besetzt war. Diese legten eine unabhängige Versorgungsleitung aus dem Kühlwasserbecken der Firma Frei. Traditionell war auch der Ortsverein des DRK beteiligt, dieses Mal erstmals mit dem „Helfer vor Ort“. Zahlreiche Zuschauer verfolgten die Probe, die von Abteilungskommandant Andreas Peters fachkundig kommentiert wurde.