Bürgermeisterin Jessica Lang würdigte beim Bürgerempfang Hans Ruf, Bruno Haas und Daniel Ladenberger. Und erinnerte an deren Verdienste.
An der Realisierung des DRK-Heims hat Ruf entscheidend mitgewirkt. Auch dafür wurde er beim Bürgerempfang geehrt. Ebenfalls gewürdigt wurden von Bürgermeisterin Jessica Lang Bruno Haas für sein Lebenswerk und Daniel Ladenberger für eine sportliche Großtat.
Nur knapp überlebt
Lang schilderte die Lebensgeschichte des 78-Jährigen Hans Ruf, der einen schwierigen Start ins Leben hatte. Er überlebte als Säugling nur, weil er von den Franzosen Penizillin bekam. Später wurde er Speditionskaufmann, gründete seine eigene Spedition und diente beim Fallschirmjäger-Battaillon in Stetten am kalten Markt. Schicksalsschläge kennzeichnen sein Leben: Der Vater starb früh, seine Frau ebenfalls, seine Tochter Birgit wurde gehörlos geboren, sein Sohn starb bei einem Verkehrsunfall.
Doch Ruf ließ sich nicht entmutigen. Mit dem Eintritt in das Deutsche Rote Kreuz (DRK) fing er an, sich für andere zu engagieren. „Mit Weitblick, Geduld und großem Organisationstalent brachte er das Projekt eines DRK-Heims auf den Weg“, sagte Jessica Lang. „Es ist ein lebendiger Treffpunkt für die Gemeinde: ein Haus, in dem sich Helfer fortbilden, in dem Blutspendetermine, Erste-Hilfe-Kurse und Seniorengymnastik stattfinden, in dem das Jugendrotkreuz übt und lernt, in dem während der Corona-Pandemie Testzentren eingerichtet waren und in dem auch Vereine, Firmen und Privatpersonen ihre Treffen, Feiern oder Schulungen abhalten können.“
Ein Mann der Taten
Ruf fährt Senioren zum Arzt, ins Krankenhaus, in die Apotheke; bei Bedarf auch nach Lörrach, Freiburg oder Bad Krozingen. „Ruf ist kein Mensch der großen Worte, sondern der Taten“, resümierte Lang.
Daniel Ladenberger wurde beim Bürgerempfang für seine sportlich herausragenden Leistungen gewürdigt. Er ist im Ärmelkanal von Dover nach Cap Gris Nez geschwommen. Gestartet wurde nachts. Die 37 Kilometer absolvierten er und seine vier Teamkollegen in zehn Stunden und 27 Minuten – ein neuer deutscher Staffelrekord.
Trainiert hat Ladenberger im Maulburger Hallenbad – noch vor der Arbeit. „Ihre Leistung zeigt eindrucksvoll, was mit Leidenschaft, Ausdauer und einer gehörigen Portion Mut möglich ist“, lobte Lang den Ausdauerschwimmer. Der 55-Jährige will im Juni den Orta-See durchschwimmen.
Schließlich wurde auch Bruno Haas gewürdigt, dessen Kunstwerke man im Dorf an vielen Orten sehen kann. Haas machte eine Ausbildung zum Maler, war mit 17 bereits Geselle und wurde Malermeister. Danach begann seine künstlerische Karriere. Es entstanden großformatige Collagen. „Geometrische Formen, klare Linien und kräftige Farben prägen seine Bilder“, sagte Lang. Er will mit seinen Bildern „Gespräche anregen, Fantasie wecken und zum Nachdenken einladen.“
Haas betätigte sich auch politisch. Er war zehn Jahre lang Gemeinderat in Maulburg. Nicht realisiert wurde sein Vorschlag für die Gestaltung des Kreisverkehrs bei Busch. Aufgestellt werden sollte dort ein Werk mit Bezug zu Vakuumpumpen. „Ich gebe mir größte Mühe, den Baulastträger vielleicht doch noch in eine Richtung zu bewegen, damit wir dieses Kunstwerk eines Tages gemeinsam offiziell errichten können“, versicherte Bürgermeisterin Lang.