Bei der Tennisgemeinschaft Ebingen gibt es große Umbrüche: Der Vorstand ist neu, sportlich musste man sich einigen Herausforderungen stellen.
Kürzlich lud die Tennisgesellschaft Ebingen (TGE) zu ihrer Hauptversammlung. Der bisherige Vorstand Bodo Friederich schied aus dem Amt – und erinnerte an eine Amtszeit, die von außergewöhnlichen Herausforderungen geprägt war: von der Corona-Pandemie über einen Wasserschaden im Tennisheim bis hin zu den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs mit steigenden Energiekosten und kühlen Hallentemperaturen. „Wir haben jede Herausforderung angenommen“, so sein Resümee – und tatsächlich konnte der Verein trotz aller Widrigkeiten wichtige Akzente setzen. Zu den Höhepunkten zählte Friederich die neue Partnerschaft mit Trainer Tobias Mayer. Auch die konsequente Jugendarbeit mit Ballschule und Förderprojekten wurde weiter ausgebaut. Sportlich behauptete sich insbesondere die erste Herrenmannschaft über die gesamte Amtszeit hinweg erfolgreich in ihrer Liga. Mit dem traditionsreichen Zollern-Alb-Turnier blieb das Turnierleben lebendig.
Im Kassenbericht, vorgetragen von Dieter Eppler, zeigte sich ein solides Bild: Trotz größerer Investitionen wirtschaftete der Verein stabil. Auch der Blick nach vorn stimmt optimistisch – für 2026 wird mit einer „schwarzen Null“ gerechnet. Sportwart Daniel Bitzer berichtete von einer lebendigen Saison mit 13 Mannschaften.
Teilnehmerzahlen bleiben rückläufig
Die Herren 1 behaupteten sich in einer starken Liga und sicherten den Klassenerhalt erst am letzten Spieltag. Herausforderungen bleiben rückläufige Teilnehmerzahlen beim Zollern-Alb-Turnier und die abgesagte Damenkonkurrenz. Gleichzeitig sorgen die Wiederbelebung der Damenmannschaft, das Mitternachtsturnier sowie neue Ideen für die Jubiläumsausgabe des Zollern-Alb-Turniers für positive Impulse.
Dass die Basis stimmt, zeigte der Bericht von Jugendsportwartin Karin Klein: Die Ballschule für die Jüngsten ist etabliert, der Kids Club wächst und erstmals seit längerer Zeit kann wieder eine U9-Mannschaft für die Talentiade gemeldet werden. Ein klares Zeichen für die positive Entwicklung im Nachwuchsbereich. Auch hinter den Kulissen wurde viel geleistet. Technikwart Marcel Pache erhielt großes Lob für seinen Einsatz – von der Einarbeitung eines neuen Platzwarts bis zur Sanierung der Doppelgarage und einer großangelegten Entrümpelungsaktion mit Unterstützung von Sponsoren und Mitgliedern.
Scheidender Vorsitzender wird gewürdigt
Mit Silke Veeser, Carola Lang und Karin Klein wurden drei engagierte Ausschussmitglieder verabschiedet. Wolfgang Blickle würdigte besonders den scheidenden Vorsitzenden Bodo Friederich: Als „echter Teamplayer“ mit großer Ruhe und außergewöhnlichem Einsatz – bis hin zum eigenen Gastronomieschein – habe er Maßstäbe gesetzt.
Bei den Wahlen wurde Albert Sauter als Vorsitzender gewählt, Dieter Eppler als zweiter Vorsitzender bestätigt. Neu im Ausschuss ist Pascal Domnik als Sportwart. Das übrige Team wurde geschlossen wiedergewählt – ein Zeichen für Kontinuität und Vertrauen, wie der Verein mitteilt. Mit einem spürbaren Anflug von Wehmut, aber auch Zuversicht, übergab Bodo Friederich den Staffelstab an die nächste Generation: „Schön zu sehen, dass der Verein weitergeht.“ Mit einem motivierten Team und vielen Ideen im Gepäck blickt die TGE nun nach vorn. Oder, wie der neue Vorsitzende Albert Sauter zusammenfasste: „Damit lässt sich durchstarten.“