Im Wiesental waren am Abend des schmutzigen Dunschtig die Hemdglunki unterwegs. Unsere Reporter waren unter anderem in Zell, Utzenfeld und Häg-Ehrsberg unterwegs.
Traditionell bestimmten die weißen Nachthemden die Kleiderordnung bei den zahlreichen Hemdglunki-Umzügen im Wiesental. Mancherorts stürmten die Narren auch die Rathäuser und übernehmen nun bis Aschermittwoch die Amtsgeschäfte der Rathauschefs.
Zell im Wiesental
Zur Übernahme der Amtsgeschäfte im Zeller Rathaus startete der Hemdglunki-Umzug im Zeller-Trump-Land, dem Grönland am schmutzigen Donnerstag. Alle Vogteien dabei, Stadtmusik und Guggemusik in Fasnachtsstimmung, so machten sich die Glunkis auf den Weg durch die Stadt.
Nieselwetter konnte dem närrischen Treiben nichts anhaben. Jung und Alt war in Zell auf der Fasnachtsstraße, um die Proklamation der Amtsübergabe der Bürgermeisterin an den Hürus zum Triumphzug zu machen.
Vom Balkon des Rathauses hatte Kanzler Marius Lais als rechte Hand des Hürus schon vor der Abgabe des Rathausschlüssels das Einheizkommando übernommen, bevor Hürus und Bürgermeisterin in der Narrenschar gesucht wurden.
Das Finden war kein Problem; schließlich gab die Bürgermeisterin Marion Isele das Amt über die närrischen Tage freiwillig ab, wie sie sagte. Ihre Rede, auf hochdeutsch, sollte Auftakt zur tollen Fasnacht in Zell sein, auf die auch sie sich freut.
Axel vom edlen Blut, der Hürus 2026, übernahm die Regentschaft über die Stadt gerne und versprach: „Wir legen den Hebel um.“ Er wünscht sich von den närrischen Tagen Frohsinn und gute Laune. Bis Aschermittwoch soll alles gut sein, auch wenn der Welt nicht immer danach ist.
Utzenfeld
Stürmisches Wetter sorgte für eine Absage des Utzenfelder Hemdglunki-Umzugs, so dass das närrische Treiben in die Halle verlegt wurde. Nichtsdestotrotz herrschte bei den Narren und Hemdglunki beste Stimmung. Kurzerhand fand auch die Schlüsselübergabe in der Halle statt.
Häg-Ehrsberg
Im Hinterhag übernahmen Burgvogt „Patrick I vo de Sunnematt“ mit Burgfräulein „Alicia I vom Rebland“ mit der Übergabe des Rathausschlüssels von Bürgermeister Dirk Philipp die Macht über die närrischen Tage im Hinterhag. Diese fand wegen der heftigen Regenfälle und des Sturms nicht wie gewohnt beim Rathaus, sondern in der Angenbachtalhalle statt. Unter den Klängen der gemeinsamen Musik beider Hinterhager Musikvereine marschierte Burgvogt und Burgfräulein nebst Gefolge in der gutbesuchten Halle ein. Danach fand die Übergabe statt und ein langer rauschender Hemdglunkiball für Jung und Alt mit musikalischer Begleitung der beiden Musikvereinen folgte.Bei einer großen Polonaise, angeführt von Burgvogt und Burgfräulein mit den jungen Glunkis – die Lollis bekamen – kamen auch die Jüngeren auf ihre Kosten.