Erfolgreiche Premiere der Feuerwehren Wittlingen und Schallbach: Der „Tag des Helfers“ bot unter anderem eine Fahrzeugschau, eine Schauübung und Runden im Feuerwehrauto.
Die Feuerwehrkommandanten von Wittlingen, Knut Nabbefeld, und Schallbach, Tim Wackernagel, haben mit der Veranstaltung des „Tag des Helfers“ etwas Neues gewagt und wurden mit gutem Besucheraufkommen belohnt. Insgesamt 30 Helfer waren auf den Beinen und halfen beim Veranstaltungsablauf, bei der Getränke- und Essensausgabe.
Die Kommandanten zeigten sich mit dem Erfolg sehr zufrieden. Beide Feuerwehrabteilungen kooperieren und üben ohnehin zusammen, die Feuerwehrjugend wird gemeinsam ausgebildet. Daher lag ein Tag zum gemeinsamen Feiern mit den Bürgern nahe, gefördert werden sollte der Dialog.
Um den Nachwuchs werben
Im Blick hatten die beiden Feuerwehren auch die Nachwuchsgewinnung und legten sich hierbei mächtig ins Zeug. Strahlende Kinder mit glänzenden Augen waren der Lohn der gemeinsamen Anstrengungen. Es bildeten sich Schlangen von wartenden Kindern mit ihren Eltern, die die Gelegenheit nutzen wollten, um auch einmal mit den beiden Feuerwehrfahrzeugen eine Runde um den Ort drehen zu dürfen. Der siebenjährige Liam strahlte nach der dritten Fahrt rund um Wittlingen und sagte: „So ein Feuerwehrfest ist überhaupt nicht langweilig.“
Fahrzeugschau
Auf dem Programm stand unter anderem eine Fahrzeugschau. Präsent waren auch THW, Polizei und DRK.
Die drei THW-Mitarbeiter Dennis Fischer, Fabio Walter und Daniel Lauer erklärten den interessierten Bürgern beispielsweise die Handhabung von Schneidgeräten, Beleuchtungen und diversen Hebewerkzeugen. Vertreter des Polizeireviers Weil am Rhein gingen geduldig auf die vielen Fragen der kleinen Gäste ein und erklärten die Funktion der Taschenlampe, des Funkgeräts, des Notizbuchs, einer Türsperre und des Schlagstocks „für böse Menschen“.
Dass die Ausrüstung eines Polizisten ein erhebliches Gewicht von bis zu 15 Kilogramm erreichen kann – und auch die Handschellen ein stolzes Gewicht erreichen – beeindruckte die Kinder.
Als ebenso spannend erwies sich der Besuch beim DRK Wollbach, wo anhand einer Puppe eine Reanimierung durchgeführt werden durfte.
Bei der Jugendfeuerwehr durften die Kleinen das Löschen üben. Bei allen Mitmachstationen gab es einen Stempel, der zum Schluss im „Retter-Pass“ die Teilnahme des Kindes dokumentierte.
Schauübung
Mit Spannung verfolgt wurde eine Schauübung der Jugendfeuerwehr, wonach Rauch aus einem Bauernhof austrat. Das angenommene Szenario: Drei Kinder seien vor dem Bauernhof verletzt und müssen geborgen werden. Vorbildlich wurde der Einsatz unter Leitung von Lena Sütterlin als erste weibliche Jugendgruppenleiterin der Feuerwehren Wittlingen-Schallbach und von Jugendwart Stephan Rösner abgearbeitet.
„Wasser marsch“
Die Einsatzfahrzeuge erschienen pünktlich fünf Minuten nach Alarmierung. Es wurden Schläuche gelegt und dann hieß es: „Wasser marsch“. Die Vorgänge wurden per Drohne von einem Feuerwehrkollegen überwacht. Nach dem Löschen des Brandes und der glücklichen „Bergung“ der verletzten Kinder gab es von den Gästen lebhaften Applaus.
Die Jugendfeuerwehr beider Abteilungen besteht derzeit aus 14 Mitgliedern im Alter von zehn bis 17 Jahren.
Als sehr spannend erwies sich zudem die Simulation eines Brandes mit einem Topf Fett, der auf 600 Grad Celsius erhitzt wurde, ehe er zu brennen begann.
Explodierende Stichflamme
Feuerwehrmann Hanspeter Bieg demonstrierte, welche Folgen die Löschung eines Fettbrandes durch Wasser hat. Eine explodierende Stichflamme zog sich rund acht Meter in die Höhe. Dieses Vorgehen hätte in einer Wohnung zweifellos schlimme Folgen, machte Bieg deutlich. Er appellierte an die Besucher: „Bitte niemals mit Wasser löschen. Nehmen Sie einen Deckel oder eine Decke und ersticken Sie die Flammen im Topf“.
Bewirtung und Austausch
Abgerundet wurde der „Tag des Helfers“ mit dem Bewirtungsangebot: Für das leibliche Wohl war durch einen Grillstand und Getränke bestens gesorgt, auch gab es Kaffee und Kuchen. Bis in die Abendstunden erfolgte ein reger Austausch der Gäste.