Die Nagolder Urschelstiftung initiiert einen Pflegetag im Naturschutzgebiet Ziegelberg und sucht dafür ehrenamtliche Helfer.
Sonnige Felswände, bunt blühende Magerrasen und feuchte Tümpel: Der ehemalige Steinbruch im Naturschutzgebiet Ziegelberg nahe Iselshausen ist reich an Biotopen und Arten. Mehr als 300 Pflanzenarten, Schmetterlinge, Vögel, Heuschrecken und Amphibien wurden bisher dort nachgewiesen.
Die Nagolder Urschelstiftung lädt nun für Samstag, 7. Februar, zum Landschaftspflegetag in das Naturschutzgebiet ein. Die Teilnehmer treffen sich um 9.30 Uhr an der Schranke zur Einfahrt zum Ziegelberg an der Kreisstraße 4346, etwa einen Kilometer außerhalb Iselshausens in Richtung Mötzingen. Gemeinsam sollen Gehölze entfernt und Gehölzschnitt aus dem Steinbruch hinausgetragen werden.
Die Helfer sollten sich mit Arbeitshandschuhen, wetterangepasster Arbeitskleidung sowie festem Schuhwerk ausrüsten. Für das leibliche Wohl wird gesorgt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bei schlechtem Wetter wird die Aktion um eine Woche auf Samstag, 14. Februar, verschoben.
Landwirt leistet Vorarbeit
Bei der Landschaftspflege am Ziegelberg arbeiten Ehrenamt und Naturschutzbehörde Hand in Hand: Die Naturschutzbehörde im Regierungspräsidium beauftragt einen Landwirt vor Ort für die maschinellen Vor- und Nacharbeiten. Der Arbeitskreis „Biotope für Nagold“ der Urschel-Stiftung Nagold organisiert den Landschaftspflegetag am 7. Februar. Er wird unterstützt vom Naturschutzbund Vollmaringen, der die Werkzeuge bereitstellt und auch für das Vesper sorgt. Mit dabei sind weitere Ehrenamtliche aus Nagolder Vereinen. Der Landschaftserhaltungsverband und die Stadt Nagold unterstützen die Arbeiten.
Der Steinbruch wird ausschließlich für die Arbeiten am Landschaftspflegetag geöffnet. Er ist eingezäunt und darf ansonsten nicht betreten werden. Erholungssuchende werden gebeten, die Hinweisschilder zu beachten.
Ziegelberg
Das Naturschutzgebiet
ist rund 60 Hektar groß und wurde 1994 vom Regierungspräsidium Karlsruhe unter Schutz gestellt. Der Muschelkalksteinbruch Ziegelberg ist namensgebend und bildet das Herzstück des Naturschutzgebietes. Der Abbau im Muschelkalksteinbruch wurde vor vielen Jahren eingestellt. Gehölze wachsen die ehemals offenen Magerrasen und Felswände zu. Um den Artenreichtum zu erhalten finanziert die Naturschutzbehörde im Regierungspräsidium mit Finanzmitteln des Landes eine angepasste Landschaftspflege: 2026 werden Gebüsche und Bäume selektiv mit der Motorsäge vom beauftragten Landwirt zurückgeschnitten und gerodet.
Die Aktion:
Beim Landschaftspflegetrag wird das Schnittgut zusammengetragen und abschließend vom beauftragten Landwirt abtransportiert und entsorgt. Die nun offenen Magerrasen können in die Beweidungsflächen integriert werden. Die typischen Pflanzen und Tiere der trockenen und nährstoffarmen Magerrasen finden wieder Lebensraum und bleiben erhalten.