Bei einem Ärzte-Einsatz: Ralf Krych und Hans-Georg Vrecko im Operationssaal des Krankenhauses in Kirundo in Burundi. Die OP-Lampe stammt aus dem Katharinen Hospital in Stuttgart. Foto: Ina Roy

Allen Grund zur Freude hat der 2003 gegründete Verein „Helfende Hände“, der inzwischen in drei afrikanischen Ländern vielfältige humanitäre Hilfe leistet. Nun wird der 20. Geburtstag gefeiert.

Am 21. Oktober ab 17 Uhr begeht der Verein in der Stadthalle sein 20-jähriges Bestehen mit einem Festakt, vielen Ehrengästen und reichhaltigem Veranstaltungsprogramm unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Jürgen Großmann.

Der zündende Funke zur damaligen Gründung des heute rund 240 Mitglieder starken Vereins war eine politische Bildungsreise unter Initiative des damaligen Bundestagsabgeordneten und späteren Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel nach Mauretanien. Dies war das erste Land, in dem der Verein aktiv wurde, seit 2012 kam Burundi dazu und seit 2022 auch Uganda.

„Hilfe zur Selbsthilfe“ ist das Ziel des Vereins, der mit den afrikanischen Partnern einen Weg anstrebte und weitergeht, der ermöglicht, eigenverantwortlich Verbesserungen in ihrem Lebensumfeld zu erreichen. Die Schwerpunkte dabei sind Medizin, Bildung und Ernährung.

Waisenhausspeisung in Burundi Foto: Günter Seibold

Jedes Jahr sind Delegationen mit Vertretern verschiedenster Berufe vor Ort in den afrikanischen Zielländern. Diese rein ehrenamtlichen Einsätze sind projektbezogen und werden langfristig bedarfsgerecht geplant. In der Regel wird pro Land und Jahr ein Überseecontainer mit Material vorab auf die Reise geschickt, um alles vor Ort gut koordinieren und durchführen zu können, und dafür ist die vertrauensvolle und bewährte Zusammenarbeit mit den dortigen Partnern die Basis.

Das Spektrum der ehrenamtlichen Arbeit des Vereins reicht von der Durchführung medizinischer Einsätze, wie OP – Camps und Schulungen von medizinischem Fachpersonal, über Aufbau von Holz – und Schneiderwerkstätten, Verbesserungen in Ausstattung und Betrieb von Schulen bis hin zur Unterstützung eines Waisenheims oder von landwirtschaftlichen Projekten. Die Optimierung von Einzelprojekten afrikanischer Vereine und die spontane Hilfe in Notsituationen oder Waisenspeisungen gehören ebenso dazu.

Ralf Krych, Ina Roy und Hans-Georg Vrecko bei einem Hilfseinsatz in Burundi. Foto: Günter Seibold

Bei der nachhaltigen Kooperation mit den afrikanischen Partnern kann der Verein bei seinen Projekten auf Mitglieder mit unterschiedlichsten beruflichen Hintergründen zählen, so dass Fachwissen in Medizin, Technik, Pädagogik, Finanz – und Rechnungswesen bis hin zu Logistik, Fremdsprachen und Handwerk zielgerichtet und effizient gebündelt werden kann, ohne dass man Expertenkenntnis „dazukaufen“ muss. Hilfe zur Selbsthilfe, das heißt: Vor Ort in den drei afrikanischen Ländern Schulungen ermöglichen, Einkommensquellen schaffen und nachhaltig Zukunftsorientierung bieten.

Spenden sind unerlässlich

Selbstverständlich sind die Projekte ohne Spenden, Sponsoren und auch viele helfende Hände im Wortsinn nicht zu stemmen. Deshalb ist der Verein dankbar über jegliche weitere Unterstützung, zum Beispiel im Marketing, bei organisatorischen Aufgaben oder der Vorbereitung von Material für die Container.

Zum Jubiläumsfest am 21. Oktober werden neben Hans-Joachim Fuchtel, OB Großmann und dem Bundestagsabgeordneten Klaus Mack weitere Ehrengäste aus Afrika erwartet, Der Abend wird von afrikanischer Musik und afrikanischen Spezialitäten gekrönt. Der Verein freut sich auf viele Gäste, die sich dann auch direkt über aktuelle und anstehende Einsätze informieren können.

Weiteres zur Arbeit des Vereins unter www.helfende-haende.cw-net.de