Die Helferfeier zum 30-jährigen Bestehen mit Thomas Heinzelmann (von links), Renate Seydou, Wolfgang Groß, Gründer der Hilfsorganisation Humedica, Yacouba Seydou und Christa Heinzelmann Foto: Schatz

Seit 30 Jahren ist das Hilfswerk Helfende Hände aktiv. Bei der Feier sagen die Verantwortlichen „danke“ an alle, die die Arbeit unermüdlich unterstützen.

Das Hilfswerk Helfende Hände wurde vor 30 Jahren von Helmut Thellmann gegründet. Ziel war damals der Einsatz für Arme in Rumänien. Doch seit mittlerweile 20 Jahren erstreckt sich die Hilfe auf Niger in Westafrika.

 

Dort gründeten Pastor Yacouba Seydou und seine Frau Renate, die Tochter von Helmut Thellmann, vor 24 Jahren die Organisation HIS Niger, die von der Unterstützung weltweiter Partner und vom Hilfswerk Helfende Hände getragen wird. Hilfe zur Selbsthilfe ist der große Plan. Yacouba Seydou: „Die Arbeit von HIS Niger kann beileibe nicht allen Menschen helfen, jedoch wichtige Unterschiede bewirken bei denjenigen, die wir erreichen.“

Bedürftigkeit und Notwendigkeit

Yacouba und Renate Seydou bewegt eine große Dankbarkeit. Dies drückt Yacouba in einem leidenschaftlichen Plädoyer aus.

„Wahre Hilfe erkennt die Bedürftigkeit und die Notwendigkeit.“ Die Menschen sollten auch im Alltag grundsätzlich mehr auf andere zugehen und fragen, ob sie Hilfe brauchen. Wer hilft, sollte sagen können: „Ich helfe von Herzen und weil ich mitfühle. Ich helfe aus Nächstenliebe.“

Junge Menschen im Überfluss

Brücken zu bauen, unabhängig von der Nationalität und der Hautfarbe und der Religion, ist für Yacouba die Basis für Hilfe und für Frieden. Er ruft auf, über diese Brücken zu gehen, zu erkennen, wo die Not der anderen ist und auch, um die Lebensweise der anderen zu akzeptieren und die Menschen in ihrer Art zu respektieren. Für Menschen in Niger zum Beispiel sei die hiesige Lebensweise fremd. Die jeweiligen Gegebenheiten, unter anderem Natur, Klima und Kultur, seien krasse Gegensätze.

Viele Menschen in Deutschland leisten Hilfe, weil sie die Not noch kennen, ist Yacouba überzeugt. Er erkennt jedoch auch, dass junge Leute im Überfluss aufwachsen und nicht wissen, was wirkliche Not bedeutet.

Wertvolle Hilfe aus der Region

Ihnen empfiehlt er die Überlegung: „Kann ich selbst Hilfe erwarten, wenn ich in Not bin?“ Sie könnten sich etwa Hilfsorganisationen anschließen, um Bedürftigen zu helfen, aber auch eine Bereicherung für sich persönlich zu erleben.

Auch das Hilfswerk mit Thomas und Christa Heinzelmann, Vorstand und Projektleiterin, dankt allen Spendern und Unterstützern aus der ganzen Region für ihre wertvolle Hilfe. Sie sind allen Mitgliedern für ihren unermüdlichen Einsatz dankbar.