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Held des Alltags: Teil Zwei DHL-Terror: Schnitzeljagd nach dem Paket

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Ein Paket der DHL zu erhalten, ist leichter gesagt als getan. (Symbolfoto) Foto: dpa

Bequem und einfach bestellen. Der Slogan vieler Onlinehändler klingt verlockend. Ware aussuchen, bestellen, bezahlen und dafür nicht einmal das Haus verlassen.

Der Grund, warum in dem Slogan nur von "bestellen" Rede ist, liegt auf der Hand. Die Lieferung des Pakets ist leider von einer unberechenbaren Kraft abhängig. Von einer mythischen Macht, die kein Sterblicher jemals verstehen, geschweige denn kontrollieren kann: dem DHL-Postboten.

Doch von vorn: Endlich habe ich den neuen Laptop bestellt. Und ein Schnäppchen habe ich auch noch gemacht. Noch macht sich keine Freude bei mir bemerkbar. Nun beginnt das Zittern um meine Lieferung. In der unglaublich aussagekräftigen Online-Übersicht des Versandhändlers sehe ich den geplanten Lieferzeitraum. Das Paket soll am Samstag kommen.

Tag der Entscheidung

Ich habe frei und stehe um sechs Uhr auf. Man weiß ja nie, wann es klingelt. Ich trinke Kaffee. Geduscht habe ich noch nicht. Bloß kein Risiko eingehen. Das angegebene Zeitfenster der Zustellung naht. Zwölf Uhr, heißt es online. Trotz der Kälte ist das Fenster zur Straße offen. Jedes Motorengeräusch schreckt mich auf.

Stunden vergehen. Auch um 15 Uhr keine Spur meines Pakets. Ich aktualisiere die Übersicht.

Der Schock: Angeblich ist mein Paket vor 15 Minuten zugestellt worden. Niemand hat geklingelt und kein Postauto hätte sich an meinen Adleraugen vorbeischleichen können. Egal, erst mal das Paket finden.

Leichter gesagt als getan. Im Eingang keine Spur. Barfuß renne ich in der Kälte zu den Mülltonnen. Ein beliebtes Versteck des DHL-Hasen. Doch auch hier warten nur Enttäuschung und unangenehmer Geruch.

Also gut. Wieder rein. Die Füße nun kalt und nass. Auch der Briefkasten enttäuscht. Weder Paket noch Informationszettel, wo es abgeblieben ist, finden sich hier. Nun gut, kostet natürlich viel Zeit, den automatischen Ausdruck der elektronischen Erfassung der Abgabe aus dem Gerät und in den richtigen Briefkasten zu befördern.

Dabei ist eines der beliebtesten Spiele doch Memory. Name auf Paket muss zu Name von Empfänger passen. Scheint nicht allzu kompliziert.

Langsam setzt die Panik ein. Ich haste zurück an den PC. In den detaillierten Informationen zu der Lieferung kann der Kunde einsehen, von wem unterschrieben wurde. Meine letzte Hoffnung. Die Augen erblicken Folgende Meldung auf der Seite der DHL:

Abgeben: andere Person in Eingang. Unterschrieben von: Eingang

Die letze Hoffnung

Mir bleibt nur eine Wahl: die Servicehotline. Die wohl gefährlichste Entität der modernen Konsumgesellschaft. Nicht selten werden Anrufer dieser Hotline dermaßen wahnsinnig, dass sie selbst beginnen, für sie zu arbeiten.

Es klingelt. Im Gespräch mit einem Mann, der kaum meine Sprache spricht, wird mir wiederholt lediglich die Meldung vorgelesen, die ich selbst auf meinem Rechner lese. Erst bei dem entschieden Wort "Beschwerde" weicht der menschliche Roboter vom Muster ab und horcht auf.

Ich versuche es mit einer simplen Frage: "Wo ist mein Paket?" Das Programm scheint überfordert.

Nach mehreren Neustarts schaffe ich es jedoch, den Androiden dazu zu bringen, eine Beschwerde einzureichen. Innerhalb von drei Tagen bekomme ich die Information, wo mein Paket ist oder nicht. Großartig. Statt auf meinen tollen neuen Laptop warte ich also nun auf den nächsten Hinweis der Schnitzeljagd.

DHL - Warten ist unser Geschäft. Pünktlichkeit keine Option.

In all meiner Verzweiflung suche ich am Abend menschlichen Kontakt und klingele bei allen Nachbarn. Natürlich hat keiner von ihnen ein Paket angenommen.

Ich sollte vielleicht Wanderstiefel kaufen. Wahrscheinlich liegt mein Paket auch irgendwo im Wald, bei den anderen Briefleichen.

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