So soll das neue Heizkraftwerk aussehen – die Fotomontage zeigt den Bau auf dem Korn-Gelände. (Fotomontage) Foto: Korn

Bei einem virtuellen Treffen im Rahmen der Gesprächsreihe "IHK vor Ort" hat Alexander Korn, Geschäftsführer der Firma Korn Recycling, Vertretern der heimischen Wirtschaft sowie Oberbürgermeister Klaus Konzelmann und Vertretern des Albstädter Gemeinderats die Pläne seines Unternehmens für ein Heizkraftwerk in Ebingen vorgestellt.

Albstadt-Ebingen - Im geplanten Heizkraftwerk sollen nicht weiter recycelbare Abfälle, sogenannte Ersatzbrennstoffe, verbrannt werden. Bei diesen handelt es sich, wie Korn versicherte, "um Stoffe, die jetzt schon bei uns im Unternehmen produziert werden". 90 Prozent der Abfälle stammten aus dem Zollernalbkreis und angrenzenden Bereichen, der Rest aus dem südlichen Baden-Württemberg, was bedeute, dass die Standortwahl dazu Beitrage, den Lastverkehr in der Region zu minimieren. Kritiker des Projekts hatten dies mit dem Argument bestritten, es entstehe im Zuge der Müllverbrennung immer Lastverkehr, ganz gleich, wo der Müll verbrannt werde.

Vorbehalte der Bürger werden Ernst genommen

Wie in dem Gespräch mitgeteilt wurde, hat Korn mit der Stadt Albstadt vereinbart, nochmals eine erweiterte Standortuntersuchung vorzunehmen, die von einem auf Umweltfragen spezialisierten Fachinstitut begleitet werden solle. "Wir nehmen die Vorbehalte der Bürger ernst und wollen umfassend informieren."

Korn betonte, dass in seiner Planung sowohl ökonomische als auch ökologischen Gesichtspunkte berücksichtigt würden. Ersatzbrennstoff sei ein regenerativer Energieträger, der, weil von Wind und Wetter unabhängig, die Betriebssicherheit des Stromnetzes erhöhe. Die Anregung aus der Runde, mit einem "Runden Tisch Kraftwerk" die lokale Wirtschaft auf dem Laufenden zu halten, will Korn, wie er versicherte, gerne aufgreifen.

Ein weiteres Thema des virtuellen IHK-Ortstermins war die projektierte Lautlinger Ortsumgehung. Der Antrag auf Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens sei gestellt, berichtete Oberbürgermeister Konzelmann; jetzt würden die Unterlagen auf ihre Vollständigkeit geprüft, und das eigentliche Verfahren samt der öffentlichen Beteiligung dürfte im Spätsommer anlaufen.

"Es wird sicher mindestens zwei Jahre dauern, bis es abgeschlossen ist. Mit einem Baubeginn ist kaum vor 2025 zu rechnen." Den Bedarf an weiteren Gewerbeflächen in Albstadt bezifferte Konzelmann mit knapp 40 Hektar Fläche. Vor diesem Hintergrund wolle die Erschließung des Standorts Hirnau so schnell wie möglich voranbringen.

Weitere Informationen finden Sie auf der extra angelegten Internetseite des Heizkraftwerks unter www.hkw-zollernalb.de.

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