Unsere Redaktion hat sich umgehört, wie die Marktaussteller mit den hohen Temperaturen umgehen und einen neuen Verkaufsstand entdeckt.
Die Sonne brennt auf die Erde, und auch in Rottweil auf dem Wochenmarkt ist die Hitze deutlich zu spüren. Die Straßen der Stadt sind derzeit leerer als sonst, und das Marktaufkommen ist aufgrund der hohen Temperaturen eher verhalten. Für die Marktaussteller bedeutet das eine zusätzliche Herausforderung, doch viele sind gut vorbereitet und trotzen den Temperaturen.
Seit zwei Wochen gibt es einen neuen Stand auf dem Markt: Der Familienbetrieb Loijd bietet eine breite Palette an Fleischprodukten, von Huhn über Rind bis hin zu Bisonfleisch. Verkäuferin Franzi erzählt: „Wir haben von anderen Marktausstellern gehört, dass der Wochenmarkt in Rottweil gut sein soll. Deshalb haben wir uns entschieden, es hier zu probieren.“ Franzi legt großen Wert darauf, dass ihre Produkte alle aus eigener Haltung und Schlachtung stammen. In Bezug auf die Hitze erklärt sie: „Ich achte darauf, den ganzen Tag über genug zu trinken. Wichtig ist, dass die Kühlung der Produkte funktioniert. Dadurch ist es aber in unserem Wagen recht angenehm von den Temperaturen her.“
Zum Kaufverhalten der Rottweiler könne sie allerdings noch nicht viel sagen, da sie erst das zweite Mal auf dem Markt seien. Allerdings wisse sie von anderen Märkten, dass in der Ferienzeit oft sogar mehr Kunden kämen, weil viele Menschen zu Hause bleiben und mehr Zeit zum Kochen und Grillen haben. Dementsprechend verkauften sich im Sommer vor allem Grillwürste und mariniertes Fleisch besonders gut.
Auch Anna Gunst, Verkäuferin am Fischstand „Natürlich Fisch“, lässt sich von den heißen Temperaturen nicht unterkriegen. „Unser Verkaufswagen ist modern und mit einer Klimaanlage ausgestattet. Zudem kühlt die Kühlung der Produkte die Temperatur im Wagen runter“, erzählt sie. Um die Kühlkette ihrer Produkte zu gewährleisten, gibt sie ihren Kunden wiederverwendbare Kühlakkus mit. Die Hitze habe keinen großen Einfluss auf das Kaufverhalten und die Anwesenheit der Kunden, jedoch sei zu spüren, dass viele Menschen verreist sind und es Sommerferien sind. Um sich fit zu halten, trinken Anna und ihr Chef ausreichend kühle Getränke.
Ähnliches berichtet eine Verkäuferin des „Schneckenburger Geflügelhofs“. Sie trifft keine besonderen Vorbereitungen an heißen Tagen, da auch ihr Wagen durch die Kühlung der Produkte angenehm temperiert ist. Allerdings wundert sie sich darüber, dass die Marktbesucher trotz der hohen Temperaturen erst spät zum Einkaufen kommen, anstatt die kühleren Morgenstunden zu nutzen.
Eine Verkäuferin am Obst- und Gemüsestand bemerkt, dass die Marktbesucher bei hohen Temperaturen wesentlich mehr Obst kaufen als sonst. Und der Verkäufer des Currywurstimbisses, der logischerweise keine Kühlung in seinem Wagen hat, beschreibt es treffend als „Sauna“ darin. Seine einzige Möglichkeit, sich abzukühlen, sei, ausreichend zu trinken. Er berichtete, dass er bei dem warmen Wetter nicht weniger Kundschaft habe. Auffallend sei jedoch, dass mehr Touristen und weniger Einheimische bei ihm haltmachten.
Hundeverbot auf dem Wochenmarkt
Für diejenigen, die sich wundern, wo die Hundeverbotsschilder an den Zugängen zum Wochenmarkt geblieben sind und ob nun Hunde erlaubt sind, hat Tabea Müller von der Stadt Rottweil eine Erklärung: Die Schilder seien stark abgenutzt und beschädigt, und die Beschaffung von neuen Schildern sei bereits im Gange. Bis zu deren Ankunft weise der Gemeindevollzugsdienst die Hundehalter mündlich auf das Hundeverbot auf dem Wochenmarkt hin, so Müller.