Vor Kurzem wurden die Ernennungsurkunden den Standesbeamtinnen und Eheschließungsstandesbeamten überreicht. Obere Reihe die Eheschließungsstandesbeamten, von links die Bürgermeister Ryyan Alshebl, Jens Häußler, Stefan Feigl und Rüdiger Klahm. Untere Reihe die Standesbeamtinnen Silvia Schrempf, Katja Braun, Gudrun Stahlhut und Ulrike Zipperer, es fehlt Kathrin Scheuble. Foto: Gemeinde Althengstett

Es war einiges an Arbeit nötig, ab dem 1. Januar 2025 ist es aber so weit: Althengstett, Gechingen, Ostelsheim und Simmozheim bilden in wenigen Tagen einen gemeinsamen Standesamtsbezirk. Zwei zentrale Anlaufstellen wird es dann noch geben.

Die Gemeinden Althengstett, Gechingen, Ostelsheim und Simmozheim schließen sich zu einem gemeinsamen Standesamtsbezirk zusammen.

 

Die Aufgabe des Personenstandswesens wurde daher zum 1. Januar 2025 zur Erfüllung dem Gemeindeverwaltungsverband Althengstett (GVV) übertragen. Der Dienstsitz des Gemeinsamen Standesamtes ist das Rathaus in Althengstett, das Rathaus in Gechingen ist eine Außenstelle.

Rückschau: Wie in der freien Wirtschaft fehlen auch in den Verwaltungen Fachkräfte und speziell fehlen fachlich versierte und im komplexen Personenstandsrecht erfahrene Standesbeamte. Abhilfe kann hier das Gemeinsame Standesamt schaffen.

Um es auf den Weg zu bringen, bedurfte es im Frühjahr 2023 der Zustimmung aller Gemeinderäte der vier Ortschaften.

Genehmigung nötig

Die Ostelsheimer, die eigentlich der Auslöser waren, konnten erst in zweiter Runde im August 2023 mit dem neuen Bürgermeister einen Mehrheitsbeschluss im Gemeinderat für die Übertragung des Personenstandswesens in den GVV treffen.

Anschließend musste noch im September 2023 ein Beschluss der Verbandsversammlung des GVV gefasst und die Genehmigung der Kommunalaufsicht zur Übertragung des Personenstandwesens eingeholt werden.

Wäre unterjährig nicht zu stemmen gewesen

Im laufenden Jahr 2024 waren umfangreiche organisatorische Vorbereitungen zu treffen, zum Beispiel musste für das neue „Standesamt Gemeindeverwaltungsverband Althengstett“ eine neue Standesamtsnummer beantragt werden.

Auch mit dem kommunalen Rechenzentrum mussten Umstellungsarbeiten vorbereitet und abgewickelt werden. Solch ein Umstieg von bisher vier Standesämtern auf ein gemeinsames ist zum Jahreswechsel einfacher umzusetzen als unterm Jahr, wegen der Kommunalwahl in diesem Jahr wäre das unterjährig auch nicht zu stemmen gewesen, wie die Althengstetter Hauptamtsleiterin Gudrun Stahlhut im Gespräch mit unserer Redaktion sagte.

Haupt- und Außenstelle

Nun ist das Gemeinsame Standesamt im GVV fit für den Start. Der Dienstsitz des Standesamtes ist das Rathaus Althengstett, das Rathaus in Gechingen ist eine Außenstelle. Ab 1. Januar 2025 können die Einwohner von Althengstett und Simmozheim ihre standesamtlichen Angelegenheiten wie Kirchenaustritt, Eheschließungen, Sterbefälle, Geburten, Namenserklärungen, Urkunden et cetera bei den Standesbeamtinnen Kathrin Scheuble und Ulrike Zipperer in Althengstett erledigen.

Um die Angelegenheiten der Einwohner von Gechingen und Ostelsheim kümmern sich in der Außenstelle im Rathaus Gechingen die beiden Standesbeamtinnen Katja Braun und Silvia Schrempf.

Trauungen nehmen weiter die Bürgermeister vor

Trauungen nehmen weiterhin die vier Bürgermeister Rüdiger Klahm, Jens Häußler, Stefan Feigl und Ryyan Alshebl vor, sie bleiben Eheschließungsbeamte.

Nun erhielten die Standesbeamten und die Eheschließungsbeamten ihre Ernennungsurkunden aus den Händen des GVV-Vorsitzenden Bürgermeister Rüdiger Klahm. Dieser erhielt seine Urkunde als Eheschließungsbeamter aus den Händen seines Stellvertreters im GVV-Vorsitz, Bürgermeister Jens Häußler.