Bei der richtigen Location fängt es für viele Brautpaare an und hört beim Catering längst nicht auf. Die Suche nach den passenden Anbietern kann zeitraubend und nervtötend sein. Foto: Halfpoint/Adobe.Stocki

Die Homepage „Albmatch“ präsentiert verschiedene Dienstleister auf einen Blick. Vom Fotografen über Bands bis hin zu Dekoration und Traurednern.

Wer im Zollernalbkreis wohnt und demnächst eine Hochzeit plant, kann ein Liedchen davon singen: So schön die Vorbereitungen auf das große Fest auch sein mögen, so zeitraubend und nervtötend ist die Suche nach den Dienstleistern.

 

Damit dies künftig übersichtlicher wird, hat Steffen Schwab eine Internetseite geschaffen, die sich „Albmatch“ nennt. In anderen Landkreisen gibt es schon vergleichbare Portale, verrät der Zollernälbler, der in Burladingen wohnt und in Albstadt arbeitet, im Gespräch. Der Aufbau des Dienstleistungsportals ist bislang reines Hobby für ihn, kostet aber viel seiner Freizeit.

Steffen Schwab hat selbst vor drei Jahren geheiratet und stand damals vor demselben Problem. Ein Hochzeitstermin ist schnell gefunden und auch bei Standesämtern und Kirchen gibt es eher weniger Terminprobleme. Entscheidend ist aber schon mal die Location.

Viele Fragen müssen beantwortet werden

Wo gibt es eine passende für die Anzahl der geladenen Gäste? Ist diese am Wunschtermin überhaupt noch frei? Und was soll sie kosten, beziehungsweise welche Auflagen gibt es? Wer hier fündig wurde, hat schon mal eine große Hürde genommen.

„Wir haben uns sehr abgemüht und hatten Probleme, was in der Region zu finden“, so der 32-Jährige. Nicht jede Location ist geeignet, denn auch die Infrastruktur muss stimmen. Eine schöne Hütte in freier Natur? Kann romantisch sein, aber wie steht es mit Strom, Wasser und Toiletten?

Transparent und kostenlos

Weiter geht es mit dem Catering. Und auch hier muss man aufwendig suchen, um das Passende am vorgesehenen Hochzeitstag zu finden. „Wer dann noch vegetarische oder vegane Wünsche hat, kommt ganz schnell an die Grenzen“, erklärt Steffen Schwab. Er hat sich damals gefragt, ob er und seine Frau falsche Vorstellungen haben, aber schnell gemerkt, dass es anderen genauso geht. „Dabei gibt es so viele Dienstleister“, hat der Wahl-Burladinger inzwischen herausgefunden.

Und deshalb möchte er künftigen Brautpaaren die Suche erleichtern. „Ich möchte alles anbieten. Auch das, woran man im ersten Moment vielleicht überhaupt nicht denkt“, erläutert er im Gespräch in unserer Redaktion. Und das möglichst transparent und kostenlos.

Ausgaben sollen sich über Unkostenbeitrag decken

Die Ausgaben, die Steffen Schwab für das Hochzeitsportal hat – beispielsweise für Werbeanzeigen, Technik, Flyer und dergleichen – sollen sich über einen kleinen Unkostenbeitrag decken, den die beteiligten Dienstleister begleichen. Schließlich wird recht prominent für sie geworben. Allerdings ohne jeglichen Konkurrenzgedanken untereinander.

Egal ob freie Trauredner, Fotografen, DJs und Bands, Caterer, Locations, Floristen, mobile Kaffee- und Cocktailbars oder Dekorationsverleih: Es soll um die Vielfalt gehen, bei der man sich eher noch ergänzt. Zum einen können nicht alle Dienstleister am selben Tag, sodass Brautleute froh sind, wenn es noch Alternativen gibt. Zum anderen hat nicht jeder das gleiche Angebot. Will man Essen vom Buffet oder auf dem Teller serviert, Fingerfood, kalte oder warme Speisen oder gar etwas komplett Exotisches? Jeder Anbieter liefert etwas anderes.

Service „Hochzeitsnotruf“

Im Moment ist es eine One-Man-Show und kostet viel Arbeit“, erläutert Steffen Schuler, „ich stecke alle Energie in das Projekt, weil ich daran glaube, dass es einen echten Mehrwert bietet.“ Das Webdesign soll ansprechend sein und schließlich braucht es auch noch das Marketing. Aber das Netzwerk kann dann auch so manches bieten, ist der 32-Jährige überzeugt.

Er selbst hat für Brautpaare schließlich auch einen besonderen Service. Wenn einer seiner Dienstleister, die über seine Seite vernetzt sind, kurzfristig wegen Krankheit oder Ähnlichem ausfällt, greift sein „Hochzeitsnotruf“. Steffen Schuler sorgt in diesem Fall für kurzfristigen Ersatz, damit dem Brautpaar nicht das Fest vermiest wird. Zur Kostendeckung und um massiv in Werbung investieren zu können, erhebt er von den Dienstleistern einen monatlichen Beitrag von 25 Euro.

Großer wert auf Zuverlässigkeit und Qualität

Da Steffen Schuler großen Wert darauf legt, dass die Anbieter auf „Albmatch“ eine gewisse Qualität bieten und zuverlässig sind, soll es gleichzeitig eine Abschreckung für diejenigen sein, die sich schnell als „Karteileiche“ entpuppen. „Es muss passen. Es geht mehr um die Chemie, weniger um den Preis.“ Diesen Satz bezieht er vor allem auf das Zusammenfinden von Brautpaaren mit den Dienstleistern: Da soll es „matchen“.

Auf der Homepage sind ausführliche Porträts und Checklisten zu finden, außerdem Informationsmaterial und Beiträge zu Themen wie Gastgeschenken, Mitternachtssnacks, aktuellen Trends und Veranstaltungen rund um das Thema Hochzeit.

Und: Steffen Schuler optimiert die Texte und seine Internetseite für die gängigen Suchmaschinen. „So haben alle einen Mehrwert“, ist er überzeugt.