Weißkraut, Blumenkohl, Rotkohl, Meerrettich: Alle Kreuzblütler, also alle Kohlsorten, produzieren Senföl, der Meerrettich davon am meisten. (Symbolfoto) Foto: Hans/pixabay

Wintergemüse besonders vitaminhaltig. "Jetzt ist eigentlich Krautzeit."

Loßburg - Die Gartenfreunde Loßburg-Rodt verraten, was der Garten im nahenden Frühjahr hergibt. "Jetzt ist eigentlich Krautzeit", sagt der Vorsitzende, Gustav Jahn. "In allen Monaten mit einem ›r‹ kann man frischen Meerrettich aus dem Garten essen." Der gehöre nämlich auch zu den Krautpflanzen.

"Brokkoli braucht, wie alle Kohlsorten, einen gut gedüngten, nährstoffreichen Boden", verrät Jahn, wie das Gemüse ordentlich wächst. "Wenn Sie den Boden im Originalzustand lassen, also ungedüngt, dann bekommen Sie halt kleine Köpfle. Die sind dann recht, wenn Sie alleine sind und keine Reste wollen." Brokkoli sei nach Aussage von Experten ein echter Gesundbrunnen. Er schütze vor Krebs, die Pflanzenfasern liefern Ballaststoffe und er beinhalte die Vitamine K, B6 und C. Dazu komme noch die zellschützende Folsäure und das Element Kalium, das auch Herzrhythmusstörungen vorbeuge.

"Brokkoli kann man in allen Formen essen: roh, gekocht, gebraten, als Suppeneinlage", zählt Jahn auf. "Wenn man ihn kocht, kann man aus der Brühe eine Suppe zaubern."

Wintergemüse besonders vitaminhaltig

Grünkohl ist traditionell in den Wintermonaten bis in den März hinein zu ernten. Wenn man ihn serviere, so Jahn, wie die norddeutschen Landsleute, also als Grünkohl mit Pinkel – einer geräucherten Wurst –, soll er zwar gut schmecken, aber nicht so gesund sein. Er liefere die Vitamine A, C, und K.

"Das Vitamin K sorgt für einen guten Blutfluss und hält die Adern frei, senkt also den Cholesterinspiegel", erklärt der Vereinsvorsitzende. Dazu kommen noch die Flavonoide, also Pflanzenfarbstoffe, und Senföle, die vor Krebs schützen. "Aber eines gilt trotzdem: Fett gehört zum Anbraten oder Dünsten, sonst schmeckt das Kraut fad."

Weißkraut, Blumenkohl, Rotkohl, Meerrettich: Alle Kreuzblütler, also alle Kohlsorten, produzieren Senföl, der Meerrettich davon am meisten. Daher komme auch der scharfe Geschmack. Alle haben die vorher beschriebenen Eigenschaften, nur in unterschiedlicher Konzentration. "Kennen Sie schon das ›Fränkische Hochzeitsessen‹?", fragt Jahn. "Siedfleisch, Meerrettichsoße und Nudeln, ein Genuss!"

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