Wo und wie wohnen im Alter? Das ist auch im Kreis Calw ein Thema. (Symbolbild) Foto: Thomas Fritsch

Eberhard Fiedler, Vorsitzender des Kreisseniorenrats Calw, hat im Kreistag über aktuelle Projekte gesprochen, wie Wohnformen für Senioren und Patientenbetreuung im Krankenhaus.

Wohnen im Alter bildet in der vielfältigen Arbeit des Kreisseniorenrats Calw einen Schwerpunkt. Das machte Vorsitzender Eberhard Fielder bei seinem Bericht deutlich, den er dem Bildungs- und Sozialausschuss des Kreistags vortrug.

 

So habe sich die Wohnberatung zu einem Dauerbrenner entwickelt. Das Angebot der drei Berater sei sehr gefragt und werde von den Krankenkassen und dem Landkreis mit jeweils 1250 Euro unterstützt, sagte Fiedler. Die Beratungen können vor allem dazu beitragen, dass ältere Menschen länger in ihrer gewohnten Umgebung leben können. Dadurch werden Heimaufenthalte verhindert.

Neue Wohnformen wie Mehrgenerationenhäuser sind gefragt

Darüber hinaus ging es dem Vorsitzenden des Kreisseniorenrats um die Entwicklung neuer Wohnformen. Das werde notwendig, weil selbst im ländlichen Raum nachbarschaftliche Hilfe immer weniger möglich ist. Diese neuen Wohnformen in kleinen Einheiten mit Möglichkeiten der Begegnung und Kommunikation sollten nach den Vorstellungen Fiedlers beim Aufstellen von Bebauungsplänen berücksichtigt werden. Ein weitere Möglichkeit sieht Fiedler in Mehrgenerationenhäuser, für die auch ältere Gebäude genutzt werden könnten. Zu den neuen Wohnformen kündigte Fiedler eine Konferenz im kommenden Jahr an.

Für sein neues Projekt „Patientenbetreuung im Krankenhaus“ strebt der Kreisseniorenrat eine Förderung an. Das sei bislang nicht möglich, weil es sich um eine stationäre Einrichtung handelt. Es werde daran gearbeitet, eine entsprechende Gesetzesänderung herbeizuführen. Fiedler: „Wir bohren.“

Darüber hinaus hob der Kreissenioren-Vorsitzende das Arztprojekt Demenz hervor. Zusammen mit der Alzheimer Gesellschaft und Fachberaterin Sabine Fels sei es gelungen, in rund 100 Arztpraxen Informationsmaterial zu verteilen. Es gehe, so Fiedler, um die Akzeptanz. Zudem soll die Begegnung mit Angehörigen gefördert werden.

Der Kreisseniorenrat