An der Heimbachschule wird eine neue 50-Prozent-Stelle für Schulsozialarbeit geschaffen. Foto: Stöhr

Das Thema Schulsozialarbeit stieß auf positive Resonanz im Gemeinderat. Eine 50-Prozent-Stelle an der Heimbachschule soll ab kommendem Jahr zur Prävention von Gewalt und Mobbing dienen.

Fluorn-Winzeln - Ein wichtiges Thema der jüngsten Sitzung des Gemeinderats war die Schulsozialarbeit. Vertreter des Elternbeirats und der Heimbachschule waren deswegen gekommen.

Es ging darum, zu klären, ob eine Stelle für einen Schulsozialarbeiter geschaffen werden soll. Hintergrund war eine Befragung von Schülern, Eltern und Lehrern an der Heimbachschule. Diese habe ergeben, dass es immer wieder Fälle von gewaltsamen Übergriffen und Mobbing gebe.

50-Prozent-Stelle

Der Elternbeirat war deswegen schon auf die Gemeinde zugekommen. Nun sollte das Thema wieder aufgegriffen werden. Der Vorschlag des Elternbeirats sah vor, zur Prävention eine 50-Prozent-Stelle für Schulsozialarbeit an der Heimbachschule zu schaffen.

Sarah Fehrenbacher vom Elternbeirat stellte dem Gemeinderat die möglichen Aufgabenfelder und Zielgruppen eines Schulsozialarbeiters vor und warb eindringlich dafür, eine solche Stelle zu schaffen.

Ab einem Stellenumfang von 50 Prozent werde diese auch gefördert. Eine Kostenaufstellung für zwei verschiedene Anbieter, Stiftung LFA und BruderhausDiakonie, lag in den Sitzungsunterlagen vor. Wichtig sei auch, dass die Eltern und Vereine mit ins Boot genommen würden, sagte Fehrenbacher. Offene Angebote, zum Beispiel in den Ferien, seien ebenfalls möglich.

Befragung zeigt, dass Handlungsbedarf besteht

Gewaltpräventionspädagoge Michael Minder schilderte anschließend seine Eindrücke an der Schule im Rahmen eines dort durchgeführten Gewaltpräventionsprojekts. Gewalt sei mittlerweile überall anzutreffen, nicht nur in höheren Jahrgangsstufen, sondern auch schon im Kindergarten und in der Grundschule.

Die Befragungsergebnisse hätten gezeigt, dass Handlungsbedarf bestehe. Für dauerhafte Veränderungen brauche es jedoch mehr als ein einmaliges Projekt, erklärte der Pädagoge und sprach sich ebenso wie Schulleiterin Ingrid Siegl für die Notwendigkeit einer Schulsozialarbeit aus.

Kosten liegen bei etwa 26 700 Euro

Vor allem sei es auch ein wichtiges Ziel, gleichberechtigte Bildungschancen für alle Kinder zu schaffen, so die Schulleiterin. Die lauten Kinder dürften die leisen nicht in ihrer Entwicklung behindern.

Der Gemeinderat hatte einige Fragen, etwa zu den Gründen der beunruhigenden Entwicklung oder ob eine halbe Stelle ausreichend sei. Am Ende ließ sich der Rat aber überzeugen und sprach sich einstimmig für das Angebot der BruderhausDiakonie aus. Die Kosten für die Gemeinde belaufen sich auf etwa 26 700 Euro.