Beim ersten Kirchspielfest landete sogar ein Heißluftballon. Foto: Heimatverein

Zum zehnten Mal gibt es den „Historischen Kalender“ für Bisingen. Der Heimatverein hat einen solchen erstmals 2017 vorgelegt.

Viele Mitbürger warteten voll Spannung und Interesse. 2017 hat der Heimatverein erstmals den Kalender herausgebracht und das Herz der Sammler und Interessierten wachgerüttelt, um vergangenen Zeiten zu bewahren.

 

Jetzt sind die begehrten Blätter wieder käuflich zu erwerben. Der in der Größe DIN A3 quer enthält rund 30 ausgewählte, historischen Aufnahmen und zwölf Monatsblätter für das bevorstehende Jahr. In den Fotoaufnahmen spiegelt sich ein Teil der Bisinger Geschichte der letzten 100 Jahre.

Schon das Titelblatt mit Kindergartenkindern, dem eingerüsteten Maute-Fabrikanwesen und einem Postboten lädt ein, in Erinnerungen zu schwelgen: Wann war das und wer ist auf den Bildern zu sehen?

Vor 50 Jahren konnten Kinder noch auf der Straße Schlitten fahren Foto: Heimatverein

Versteckte, romantische Winkel und Gassen, ein älterer Jahrgang oder der Blick auf die Ortsmitte, wie man sie vor 50 Jahren kannte: Das erinnert an jene Zeiten, als auf der Straße die Kinder noch Schlitten fahren konnten.

Lange Tradition hat der Fasnetumzug, welcher viele Jahre hinweg durch Melchior Schoy auf Stelzen angeführt wurde. Nicht fehlen dürfen Postkarten, die einst auch auf der Vorderseite beschrieben wurden, und eine Schulklasse Jahrgang 1954 mit Lehrerin Liselotte Hacker.

Ob der Spar-Laden im Hohenlaien, die alte Zoller-Apotheke im „Sträßle“ oder ein Blick von der Eisenbahnbrücke in die Ortsmitte – alles zeigt vergangene Zeiten. So auch eine Feuerwehrübung auf dem alten Sportplatz Reute.

Wo heute die Hohenzollernhalle steht, war früher das Gasthaus Hohenzoller. Foto: Heimatverein

Das Maute-Werkstattgebäude hatte lange Bestand, ebenso das erste Freibad in Bisingen auf dem Maute-Gelände, das von den Mitarbeitern genutzt werden durfte. Als es noch die Spedition Lebert gab, war das Gebiet um die Hechinger Straße und das Gewann „Hinter Stöck“ noch größtenteils unbebaut.

Ein Bild erinnert an den Schützenverein, aufgenommen zu dessen 50-jährigen Bestehen 1977. Drei Jahre vorher wurde die alte Eisenbahnbrücke im Ort durch eine neue Brücke ersetzt, um den Durchgang zu verbreitern.

Altes Schulhaus und Molke Foto: Heimatverein

Nach wie vor ist der Heimatverein stets auf der Suche nach weiteren, bildlichen Zeitdokumenten, die es wert sind, sie für die Nachwelt aufzubewahren. Oft schlummern diese g vergessen in alten Familienalbums oder auf dem Speicher.

Erhältlich ist der Kalender 2026 für 18 Euro bei den Ertelt-Apotheken, der Mangel- und Bügelstube Buckenmaier, Getränke Haaf, der Bücherei sowie den HV-Vorstandsmitgliedern. Der Erlös kommt der Vereinsarbeit des Heimatvereins zu Gute.