Freudenstadt aus der Spielzeugkiste. Im so genannten Wiederaufbau-Zimmer im Stadthaus kann sich der Besucher in der Quadratur des Freudenstädter Städtebaus selbst versuchen. Foto: Hannes Kuhnert

Auch das Heimatmuseum im Freudenstädter Stadthaus will von der Gartenschau im Sommer profitieren.

Im Jahr der Gartenschau rechnet der Heimat- und Museumsverein für Stadt und LandkreisFreudenstadt (HMV) mit einer deutlichen Steigerung der Besucherzahlen in seinem Heimatmuseum im Stadthaus.

 

Die Zahlen im vergangenen Jahr übersprangen erstmals seit Corona mit 10 502 Besuchern wieder die Zehntausender-Grenze. Dies berichtete Vorsitzender Reinhold Beck dem Vorstand.

Die Gästezahlen hatten mit fast 13 000 im Jahr 2018 ihren Höhepunkt erreicht, sackten dann im Schatten von Corona auf 2500 im Jahr 2021 ab und stiegen danach nur langsam wieder an.

Viele Besucher im Sommer

Nach wie vor bescheren die Sommermonate von August bis Oktober dem Museum die besucherstärksten Wochen. „Auf dem Niveau von 10 000 Besucher im Jahr wollen wir weiter machen und sind sicher, dass wir noch zulegen können“, sagt Reinhold Beck auch im Blick auf die neue Ausrichtung des Vereins.

Wie berichtet, gibt Beck den Vorsitz im Mai dieses Jahres mit Rücksicht auf seine Gesundheit ab. Der Verein sucht nach wie vor nach einem geeigneten Nachfolger oder einer Nachfolgerin.

In die Gartenschau 2025 bringt sich der HMV auf vielfältige Weise ein. Der Verein wird im Christophstal das Thema Münzprägung wieder beleben, und er organisiert eine Landesbergparade in Freudenstadt von der Stadtkirche über den Marktplatz sowie im „Tal X“. Dort hatte er sich auch bei der Suche nach einem aufgegebenen Stollenmund nahe dem Platzmeisterhaus aus der Zeit um 1739 beteiligt.

„Das Museum im Stadthaus zählt mit der von der Familie Michael Krause privat geführten ‚Experimenta‘ zu den wenigen Schlechtwetter-Angeboten im Freudenstädter Tourismus“, sagt Hans-Jürgen Schnurr, Geschäftsführer des Heimat- und Museumsvereins. Er erwartet natürlich, dass Gartenschau-Gäste auch bei Sonnenschein die Museumsräume besuchen und sich gerne über Geschichte, Kunst und Kultur in Freudenstadt informieren.

Eine gute Adresse

Nicht nur Schnurr geht davon aus, dass viele Gäste ihren Gartenschau-Besuch mit einem Bummel durch Baiersbronn und/oder Freudenstadt verbinden. Dabei soll das Museum am größten Marktplatz der Republik eine gute Adresse sein.

Bergwerk öffnet wieder

Von Mai bis Ende Oktober 2025 wird nach mehrjähriger Pause auch wieder das historische Besucherbergwerk „Heilige Drei Könige“ hinter dem Ärztehaus an der Straßburger Straße geöffnet. Dort werden Gruppen- und Einzelführungen angeboten.

Zusätzlich wird in der „Woche der Erinnerung“ im April zum 80. Jahrestag der Zerstörung Freudenstadts der wieder freigelegte Luftschutzbunker in unmittelbarer Nähe des Besucher-Bergwerks für Besichtigungen geöffnet.

Das Museum im Stadthaus wird seit Jahren vom Heimat- und Museumsverein ehrenamtlich mit finanzieller Unterstützung durch die Stadt betrieben. Der Besuch ist kostenlos und soll auch nach Überzeugung des Vereins kostenlos bleiben.

Das Museum ist außer an Montagen von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet.