Das Ebinger Heimatmuseum zeigt parallel zum Weihnachtsmarkt am Sonntag, 14. Dezember, seine Weihnachts- und Wintersammlung.
Rechtzeitig zum „Ebinger Weihnachtszauber 2025“ am Wochenende des dritten Advent zeigt das Ebinger Heimatmuseum ab Sonntag, 14. Dezember, von 14 bis 17 Uhr wieder Teile aus seiner Winter- und Weihnachtssammlung. Bereits im Eingang stehen alte Skier und Schlitten, mit denen mutige Kerle vor 100 Jahren den Hang von Meßstetten nach Ebingen – wohlgemerkt ohne feste Bindungen oder Helme – hinabstürzten. Anders als heutzutage war Schnee fester Bestandteil der Weihnachtszeit in Albstadt.
Doch es gibt noch mehr zu bestaunen: Im hinteren Bereich des Erdgeschosses hat Klaus Wolfer vom Museumsteam mit seiner Tochter Lilli die historische Modell-Eisenbahn der Spurweite 0 aufgebaut. In diesem Jahr zieht die Dampflok etliche alte Güterwagen, darunter Modelle von Wagen aus der Anfangszeit der Eisenbahn. Zum Hintergrund: Ebingen wurde 1878 an die Bahnstrecke von Sigmaringen nach Tübingen angeschlossen. Obwohl alte Bilder häufig Personenzüge zeigen, war der Güterverkehr der Hauptzweck der Eisenbahn. Er löste damals die Pferdefuhrwerke ab, die bis dahin die Güter von und nach Ebingen transportierten. Dies war ein wichtiger Schritt in der Entwicklung Ebingens hin zum Industrie- und Textilstandort.
Christbaumschmuck aus früheren Zeiten
Wie früher an Weihnachten geschmückt wurde, zeigt die Ausstellung im ersten Obergeschoss des Heimatmuseums. Dort entdecken Gäste kleine Weihnachtsbäume, reich dekoriert mit Baumschmuck aus der Zeit um das Jahr 1900 oder sparsam geschmückte Christbäume zur Zeit des Krieges ab 1914. Zu sehen sind auch alte Krippen und ihre Figuren sowie Spielzeug, das Jungen und Mädchen sich einst vom Christkind wünschten. Gezeigt werden ebenfalls alte Christbaumständer. Nicht zuletzt dürfen Besucher alte Weihnachtskarten, darunter Feldpostkarten aus dem ersten Weltkrieg, erkunden.
Sprich: Ein Abstecher vom Weihnachtsmarkt zum Heimatmuseum im Haus Spitalhof 13 lohnt sich, um dort dem Weihnachtszauber alter Zeiten nachzuspüren. Auch für weihnachtliche Musik ist gesorgt. Allerdings ist die Sammlung von Single-Schallplatten mit Weihnachtsliedern noch immer klein; die Museumsverantwortlichen freuen sich, wenn sie solche Schallplatten gespendet bekommen. Es gibt im Museum ein Röhrenradio mit eingebautem Plattenspieler und -wechsler, der noch automatisch funktioniert.
Das Heimatmuseum ist am 3. Advent sowie an allen folgenden Sonn- und Feiertagen bis Dreikönig am 6. Januar 2026 von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Geschlossen bleibt es am Heiligabend (24. Dezember), am 1. Weihnachtstag (25. Dezember) sowie an Silvester (31. Dezember). Ab Sonntag, 18. Januar, macht das Museum eine Winterpause bleibt bis einschließlich Sonntag, 1. März, geschlossen.
Gruppenführungen sind aber jederzeit möglich. Anmeldung dazu unter der Telefonnummer 0162/63 415 06 oder per E-Mail an lichtenberg@hs-albsig.de.