Das Erdgeschoss des Heimatmuseums bleibt nach erfolgter Sanierung für das Museum bestehen. Foto: Hella Schimkat

Der Gemeinderat Brigachtal beauftragte in der jüngsten Sitzung die Verwaltung, die Planungsleistungen für die Sanierung des Heimatmuseums europaweit auszuschreiben. Das Erdgeschoss bleibt voll dem Verein erhalten.

Ferner wurde die Verwaltung beauftragt, die denkmalschutzrechtliche Genehmigung zu beantragen und den Bauantrag auf deren Basis einzureichen.

 

Die Gesamtkosten für die Sanierung kommen laut Architekt Christian Kuberczyk und Ortsbaumeister Patrick Lutz auf gesamt 3,67 Millionen Euro.

Den Zeitplan stellten sie so vor, dass die europaweite Ausschreibung bis zum Ende des Jahres laufen werde. Im Frühjahr 2024 könnten die Gewerke vergeben werden, so dass mit dem Bau Ende 2024 begonnen werden könne, Ende 2026 sollten alle Maßnahmen beendet sein.

Ende 2026 sollen Arbeiten beendet sein

Bürgermeister Michael Schmitt erklärte, dass die Verwaltung auf dieser Berechnung Fördermittel beantragen werde. Ursprünglich hatte die Verwaltung vorgesehen, das Erdgeschoss des Gebäudes zur Hälfte für das Heimatmuseum und zur anderen Hälfte für eine soziale Einrichtung zu nutzen, wodurch die Gesellschaft für Altertum und Brauchtum sehr eingeschränkt sein würde.

Nach mehreren Gesprächen mit dem Verein nahm die Verwaltung Abstand von diesen Plänen, das Erdgeschoss bleibt voll und ganz dem Verein erhalten. Kuberczyk stellte die Planungen vor, wonach im Obergeschoss drei Wohnungen entstehen würden mit Flächen von 50, 84 und 55 Quadratmetern. Das Dachgeschoss des Milchhäuschens soll als vierte Wohneinheit umgebaut werden.

Das Untergeschoss bleibt mit seinen Vereinsräumen erhalten. Das Dachgeschoss bleibe unausgebaut, so der Architekt.

Gemeinde hofft auf 50 Prozent Zuschuss

Josef Vogt zeigte sich erleichtert, dass die Verwaltung mit der Altertumsgesellschaft Gespräche geführt hatte und das Erdgeschoss dem Verein voll erhalten bleibe. Er befürwortete die Entscheidung den Bauantrag auf den Weg zu bringen und Fördermittel zu beantragen.

Lothar Bucher fragte , in welcher Höhe man mit Fördermitteln rechnen könne. Schmitt hoffte auf 50 Prozent, aber sicher sei das nicht. Thomas Bucher zeigte sich nicht damit einverstanden, dass im Dachgeschoss 100 Quadratmeter brachliegen würden, er sei gegen die gesamte Planung.