)Marius Sauter (1. Vorsitzender vom Musikverein Lackendorf) (von links), Olivia Kramer, Niklas Rall (1. Vorsitzender der SpVgg Stetten-Lackendorf), Jan Vetter, Karl-Josef Staiger, Kurt Kloker ( Ortschaftsrat), Georg Kimmich (Ortschaftsrat), Lucia Hafner ( Leiterin Gemeindekindergarten Lackendorf), Martin Benner (Ortschaftsrat), Andreas Kramer (Ortsvorsteher), Daniel Karrais. Foto: Siebers

Der FDP-Landtagsabgeordneter Daniel Karrais besucht bei seiner "Heimatliebe-Tour" den Dunninger Ortsteil Lackendorf, um über verschiedene Themen zu sprechen.

Daniel Karrais besucht im Rahmen seiner Heimatliebe-Tour die Ortschaften und Gemeinden im Kreis Rottweil, um mit den Menschen vor Ort über ihre Anliegen zu sprechen. Die Termine werden gegebenenfalls vorab in den Gemeinden und in den Sozialen Medien angekündigt. Der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais hat im Rahmen seiner Tour den Dunninger Ortsteil Lackendorf besucht. Ortsvorsteher Andreas Kramer, Mitglieder des Ortschaftsrats, Vereinsvertreter und Interessierte informierten Karrais über die Herausforderungen vor Ort. Zentrale Themen des Austauschs waren die Verkehrssituation, die Zukunft des Kindergartens und die Situation der Vereine.

 

Eine vom Ortschaftsrat initiierte Umfrage zeigt, dass das Thema Verkehr für die Einwohner von großer Bedeutung ist. „Im gesamten Ort gilt Tempo 50, selbst in unmittelbarer Nähe des Kindergartens. Das wollen wir ändern“, so Ortsvorsteher Kramer. An der Straße zwischen Lackendorf und dem benachbarten Ortsteil Stetten wünsche man sich einen Gehweg. Karrais, der im Landtag den Kreis Rottweil vertritt, informiert: „Seit der Änderung der Straßenverkehrsordnung gelten Kindergärten grundsätzlich als Gefährdungsbereiche.

Kindergarten braucht größere Räumlichkeiten

Eine Geschwindigkeitsreduzierung sollte hier möglich sein.“ Auf seiner Heimatliebe-Tour begegne ihm das Thema regelmäßig. „Egal ob Tempo 30, Geschwindigkeitstrichter oder Zebrastreifen. Diese Änderungen werden bei uns oft ausgebremst, während das in anderen Landkreisen kein Problem ist“. Ein weiteres relevantes Thema, das sich aus der Bürgerumfrage ergab, ist der Zustand des Kindergartens. „Seit fast 30 Jahren diskutieren wir über Modernisierung und einen neuen Standort, der große Wurf blieb jedoch bisher aus“, erzählt Kramer. Derzeit sei der Kindergarten nur dank flexibler Lösungen und des sogenannten Erprobungsparagrafen in der Lage, alle Kinder im Ort zu betreuen.

Perspektivisch brauche es moderne und größere Räumlichkeiten. Man benötige dazu im kommenden Jahr die Fertigstellung der Planung, so dass idealerweise 2027 mit dem Umbau gestartet werden kann, so der Ortsvorsteher. Dass trotz knapper Kassen viel gelingen kann, zeigt das Engagement der örtlichen Vereine. In über 2000 Stunden Eigenleistung haben mehrere Vereine gemeinsam einen Veranstaltungsschuppen errichtet, der nun als Treffpunkt und Veranstaltungsort dient.

Zunehmende Belastungen

„Darauf sind wir richtig stolz“, betont Marius Sauter, Vorsitzender des Musikvereins. Karrais lobte dieses Projekt, es zeige welche wichtige Rolle Ehrenamtliche für die Gemeinschaft spielen. Sauter verweist auch auf zunehmende Belastungen. Steigende Kosten und strengere Kontrollen durch die GEMA, stellten lokale Musikvereine vor große Herausforderungen.

Karrais, der sich bereits seit Langem für Vereinfachungen bei der GEMA einsetzt, stellt klar: „Wenn Vereine wegen GEMA-Gebühren oder komplizierter Regelungen überlegen müssen, ob sie überhaupt noch ein Konzert oder Fest machen, dann läuft etwas schief.“ Die Rahmenbedingungen der GEMA müssten vom Land überarbeitet werden, so dass sie Ehrenamtliche und Vereine nicht belasten. Karrais kündigt an, sich weiterhin für die Anliegen in Lackendorf einzusetzen.