Sechs Jahre schrieb und forschte Emil Klaiber zu seinem dritten Heimatbuch über Tuningen, die Grundlagen kamen von Erich Klamert. Jetzt ist es veröffentlicht und kann bestellt werden.
Tuningen - Zur 1200-Jahr-Feier brachte Erich Klamert zusammen mit dem Heimatverein die Tuninger Ortschronik heraus. Damals hatte er noch einiges mehr an Unterlagen, die keinen Eingang in die Ortschronik fanden. Diese Unterlagen übergab er an Emil Klaiber und dieser wiederum forschte weiter und baute darauf auf und integrierte diese, deswegen führt das Buch den Zusatz "mit Beiträgen von Erich Klamert". Zusammen brachten sie auch den Zeitspiegel heraus.
Das Ergebnis ist das neue Tuninger Geschichtsbuch "Tausend Jahre sind wie der Tag, der gestern verging". Es ist Erich Klaibers drittes Heimatbuch und eine Ergänzung zu der vor 25 Jahren, anlässlich der 1200-Jahrfeier, herausgegebenen bereits genannten Gemeindechronik. Das Werk enthält neue Forschungsergebnisse und zeigt Zusammenhänge, die erst durch die Digitalisierung von historischen Dokumenten erkennbar wurden, führt Erich Klaiber aus.
Tuninger Ereignisse während der Zeit des Nationalsozialismus, des Zweiten Weltkrieges, der Besetzung durch das französische Militär sowie die schwierigen Verhältnisse in der Nachkriegszeit werden erstmals in diesem Buch dokumentiert. Das Grenzdorf zwischen Baden und Württemberg bescherte der Bevölkerung über lange Zeit vielerlei Belastungen durch Einquartierungen, Kriegshandlungen und Überfälle. Das neue Buch berichtet über eine Besonderheit im Zehnt- und Patronatsrecht, welches über Jahrhunderte von der badischen Zähringerstadt Villingen im württembergischen Tuningen ausgeübt wurde.
Katholiken hatten das Patronat bei den Evangelen
Das Patronat der evangelischen Kirche in Tuningen hatten über 300 Jahre lang die katholischen Villinger. Eine Kuriosität, die viele Probleme brachte und die es sonst nirgends gab. Das Buch beschreibt den Tuninger Ortsadel und seine Burg. Es enthält neue Erkenntnisse zur Kirchengeschichte, zum Kirchturm und über den Glockenraub.
Es berichtet zudem über die Entstehung von Berufen, von Handwerk, Handel und Gewerbe sowie über die Entwicklung in der Landwirtschaft, die vom einst stattlichen Bauerndorf zum Industriestandort führte und es werden besondere Persönlichkeiten, die mit Tuningen verbunden waren, vorgestellt.
Herkunft Tuninger Familiennamen
In einem Kapitel, am Schluss des Buches, geht es um die Entstehung und Bedeutung der Familiennamen. Diese werden erläutert und die Eintragungen in den alten Tuninger Kirchenbüchern erklärt, was besonders für Ahnenforscher interessant sein dürfte, vermutet Klaiber. Das letzte Kapitel beschreibt zudem die Herkunft der Träger der 19 ältesten Tuninger Familiennamen und führt in Stammbäumen ihre Mitglieder auf.
Info
Das neue Tuninger Geschichtsbuch hat Emil Klaiber als Selfpublisher über den Verlag Book on Demand publiziert und berichtet von einer historisch bedeutsamen Ortsgeschichte. Es ist im Buchhandel unter der ISBN 9 78 37 54 32 84 53 erhältlich, kostet 26,80 EUR, hat 376 Seiten und enthält etwa 150 teilweise farbige Bilder, Tabellen und Stammbäume. Das neue Geschichtsbuch ist auch als E-Book unter der ISBN 9 78 37 56 27 05 45 erhältlich und kostet 10,99 EUR.