Anna Pajdaković (Vierte von links) aus Nagold erhielt den Jugendförderpreis für ihr Werk „Gekommen um zu bleiben: Die kroatischen katholischen Kirchengemeinden im Nordschwarzwald“ Foto: Landratsamt Calw/Frank Wiehe

Zwei Auszeichnungen des Landespreises für Heimatforschung gehen in den Landkreis Calw.

Bei der feierlichen Verleihung des Landespreises für Heimatforschung Baden-Württemberg in Weinheim wurden gleich zwei Forschende aus dem Landkreis Calw geehrt. Der renommierte Preis wird jährlich vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg vergeben und würdigt herausragende Beiträge zur regionalen Geschichte und Kultur, heißt es in der Pressemitteilung.

 

Migrationsgeschichte der kroatischen Gemeinden

Anna Pajdaković aus Nagold erhielt den Jugendförderpreis für ihr Werk „Gekommen um zu bleiben: Die kroatischen katholischen Kirchengemeinden im Nordschwarzwald.“ Ihre Arbeit beleuchtet die Migrationsgeschichte und die religiösen wie gesellschaftlichen Strukturen der kroatischen Gemeinden in der Region.

Kritische Auseinandersetzung mit NS-Geschichte

Mit einer Anerkennungsurkunde ausgezeichnet wurde zudem Gabriel Stängle aus Rohrdorf. In seiner Untersuchung „‚Hier gilt der Deutsche Gruß!‘ Die Kreisleitung der NSDAP in Hochdorf und im Kreis Horb“ setzt er sich kritisch mit der lokalen NS-Geschichte auseinander und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung und historischen Einordnung der Ereignisse vor Ort.

Der Erste Landesbeamte des Landkreises Calw, Frank Wiehe, nahm an der Preisverleihung teil und gratulierte den Preisträgerinnen und Preisträgern persönlich. „Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen, wie engagiert sich Menschen mit unserer Geschichte auseinandersetzen und damit historisches Bewusstsein nachhaltig stärken“, betonte Wiehe. „Ganz besonders freut es mich, dass in diesem Jahr gleich zwei Preisträger aus unserem Landkreis stammen.“