Die Tanzgruppen beim Winterheimatabend. Foto: Ziechaus

Der Winter hielt Einzug am Wochenende, pünktlich zum Winterheimatabend des Trachtenvereins lag Lauterbach unter einer weißen Schneedecke.

Verschneite Straßen und rutschige Wege hielten viele Gäste von einem Besuch in der Gemeindehalle ab, so dass nur wenige Zuschauer die Trachtentänze und die Musik bewundern konnten.

 

Dabei bot das Programm sehenswerte Leckerbissen, die sicher viele gerne miterlebt hätten und die Bettina Wußler in ihrer Begrüßung ankündigte.

Die Trachtentanzgruppe Lauterbach/Hornberg eröffnete mit drei Tänzen, wie dem Klosterseer, dem Böhmerwaldländler und der Steieregger Polka. Dann besang der Popchor die bunten Farben des Regenbogens nach Helene Fischer.

Anklänge an DDR-Zeiten

„So schön war die Zeit“ schwärmte Freddy Quinn schon vor 40 Jahren und der Popchor traf damit unter den Zuhörern auch heute wieder auf heimatliche Gefühle. Der heimische Popchor wollte „Über viele Brücken gehen“ und zog die ursprüngliche Version von Karat aus DDR-Zeiten dem Hit von Peter Maffey vor.

Aus der Heimat des Bollenhuts kam die Jugendgruppe des Reichenbacher Trachtenvereins mit ihren Leiterinnen Alisa Lauble und Sarah Schneider. Die vier jungen Paare in Trachten tanzten mit Begeisterung den Klatschtanz und drehten sich mit fliegenden Röcken zum Tanz „d’Zit isch do“.

Die Jugendtanzgruppe aus Reichenbach. Foto: Ziechaus

Dann war die Schömberger Stubenmusik aus dem Nordschwarzwald mit der Familie Wöhr vielsaitig zu hören mit Akkordeon, Harfe, Hackbrett, Gitarre und Kontrabass. Nach einem Menuett folgte Anness Reise aus Schweden mit Klarinette und eine Mazurka. Schon die ungewöhnliche Instrumentierung bot überraschende Klänge neben den Eigenkompositionen und Arrangements.

Die Stubenmusik aus Schömberg bei Calw. Foto: Ziechaus

Stefan Wöhr stellte die Besonderheiten der Lieder und Instrumente dem lauschenden Publikum vor. Seine Ausführungen wurden umgehend belegt, auch mit der Steirischen bei Polkas aus Tirol und einem alemannischen Rondo. Mit der Harfe ließ Julia Wöhr die „zerzauste Libelle“ munter tanzen. Zu einem weiteren Höhepunkt wurde ein eigenes ruhiges Arrangement des Gitarristen zu „Sounds of Silence“ von Simon and Garfunkel. Diese Sounds erklangen in angespannter Stille in der Halle.

Tanz zum Mühlrad

Die Jugendtanzgruppe aus Reichenbach begeisterte auch bei ihrem zweiten Auftritt mit dem Hutmachtanz und der Zugabe „uff d’Hütt“. Die Tradition des Bollenhuts scheint in Reichenbach gesichert, könnten die Jugendtänzer ihre Trachtentänze mit großer Begeisterung schon in drei Altersgruppen vorführen. Mit sechs Paaren zeigte die Tanzgruppe Lauterbach/Hornberg noch einmal den traditionellen Tanz zum Mühlrad zur Abrundung des Heimatabends. Siggi und Bob wechselten dann zum griechischen Wein von Udo Jürgens, bevor es über die geräumten Straßen auf den Heimweg durchs verschneite Dorf ging.