Wahl und Ehrung beim Kirchenchor Oberwolfach auf der Jahresversammlung im Gasthaus/Hotel „Dreikönige“ (von links): Chorleiter Herbert Meßmer, Beisitzer Fridolin Schillinger, Schriftführerin Agnes Bonath, dahinter Wahlleiter Bürgermeister Jürgen Nowak, vorn 50 Jahre-Jubilarin Gertrud Armbruster, Rechnerin Dorothea Sum, stellvertretender Vorsitzender Albert Echle und alte und neue Vorsitzende und zugleich 60-Jahre-Jubilarin Hedwig Echle. Foto: Haas

Freundschaft, Musik und Engagement prägten das Vereinsjahr des Kirchenchors Oberwolfach. Bei der Jahresversammlung wurde Rückblick gehalten – und nach vorn geblickt.

Nicht nur die Auftritte wie am vergangenen Sonntagmorgen bei der Messe in der Marienkirche an der Walke stehen beim Oberwolfacher Kirchenchor unter einer besonderen Atmosphäre von Harmonie und freundschaftlicher Eintracht, sondern auch das gesamte Vereinsleben. Diese Verbundenheit zog sich wie ein roter Faden durch die Jahresversammlung im Hotel „Dreikönige“ im Verlauf der nachmittäglichen Abarbeitung der üblichen Vereinsregularien.

 

Eingangs bedankte sich Kooperator Stefan Märkl für die Einladung und gab seiner Freude Ausdruck, sich beim Oberwolfacher Kirchenchor angekommen und herzlich angenommen zu fühlen. Diese Einschätzung teilte auch Hedwig Echle als schon langjährige Vorsitzende des Chores, der im Laufe der Zeit aus den beiden Chören an der Walke und bei der Kirche zusammengewachsen war.

Ein Jahr voller Feste und Begegnungen

Ausführlich ließ Chronistin Agnes Bonath das abgelaufene Vereinsjahr Revue passieren. Herausfordernd waren auch im abgelaufenen Jahr die Gestaltung der kirchlichen Feste mit Ostern, Pfingsten und dem Skapulierfest sowie das gesangliche Begleiten von Jubiläumsfeiern, von denen es im Vorjahr mehrere gab.

Die Begegnungen mit dem Chor der Partnergemeinde Still im Elsass waren auch diesmal besondere Erlebnisse und ließen lange gewachsener Freundschaften weiter vertiefen. Nach dem überraschenden Tod des vertrauten Vorsitzenden Christian Denis vor sechs Jahren hat man inzwischen auch mit dessen Nachfolger, dem ehemaligen Bürgermeister Maurice Boehler, freundschaftliche Kontakte geknüpft.

Erfreulich viel gab es im vergangenen Jahr auch im privaten Bereich zu feiern, darunter neben vielen runden Geburtstagen auch mehrere Hochzeitsjubiläen. Bonath wandte sich scherzend an Chorsänger Manfred Eisenmann und schlug vor, den immer helfend präsenten Sängerkameraden auch offiziell zum „Geburtstagmanager“ zu ernennen. Gefreut hat man sich über so manches Lob, das nach den Auftritten von vielen Messbesuchern als positive Rückmeldung zu vermerken war. Unisono mit der Vorsitzenden war man sich einig: „Ein tolles Jahr und es war richtig viel los!“

Auch aus der Probenliste wurde berichtet. 44 Mal habe man sich getroffen, hieß es dort. Beachtlich viele standen ganz oben und nur minimal hinter den Erstplatzierten Hedwig Flaig und Fridolin Schillinger, die jeweils 43-fache Präsenz gezeigt hatten.

Dank des erfolgreichen Sommerfestes im bewährten Verbund mit der Kolpingsfamilie und unzähliger treuer Helfer konnte Rechnerin Dorothea Sum das Jahr auch finanziell positiv abschließen.

Hedwig Echle stellte sich der Wiederwahl

Zufrieden mit dem Engagement und der Leistung des Chores zeigte sich Herbert Meßmer. „Wir sind wie eine Familie, die sich gegenseitig inspiriert“, sagte der Chorleiter. Auch er ging nochmals mit viel Lob und Anerkennung auf die herausragenden Auftritte ein, vor allem auf das gemeinsame Weihnachtsliedersingen mit den „Choryfeen“ und dem Gemeindegesang in der Laurentius- sowie in der Marienkirche. Der Abschied von Pfarrer Hannes Rümmele gab mehrfach Anlass zu gesanglichen Auftritten. Man könne auf 14 kirchliche musikalische Dienste zurückblicken und habe insgesamt 56 Titel im Laufe des Jahres geübt und zum Vortrag gebracht. Voller Tatendrang blickte Meßmer auch auf das neue Jahr: „Und was man nie vergessen sollte: Wer die Gebete singt, der betet doppelt.“

Zügig gingen die Neuwahlen mit dem bewährten Wahlleiter Bürgermeister Jürgen Nowak vonstatten. Alle machten weiter und wurden auch einstimmig wiedergewählt. Weit weniger zögerlich wie bei der letzten Wahl, erklärte sich Hedwig Echle zum Weitermachen bereit. 35 Jahre steht sie nun bereits dem Verein vor, das wurde mit viel Beifall bedacht. Stellvertreter Albert Echle übernahm es, allen zu danken. Bei der abschließenden Kaffeestunde sprudelte dann die Unterhaltung.

Ehrungen

Besonders geehrt und beschenkt wurden Gertrud Armbruster für 50 Jahre treue aktive Mitgliedschaft und die Vorsitzende, Hedwig Echle, für nun bereits 60-jähriges Mitsingen im Chor. Echle erinnerte sich mit Schmunzeln, wie sie vor sechzig Jahren die freudige Hochstimmung der Mutter nach der Geburt der Schwester genutzt habe, um die für die aktive Chormitgliedschaft unabdingbare Unterschrift der Mutter zu ergattern.