Hechingen ist seit Freitagmorgen in Feierlaune. Mit dem Völkerballturnier der Hechinger Schulen ist das Irma-West-Kinder- und Heimatfest endlich gestartet. Der Nachmittag gehörte dann den Senioren in der Stadthalle – ehe es auf dem Festplatz rund ging.
Der Auftakt zum Irma-West-Kinder- und Heimatfest ist gemacht. Hechingen ist seit Freitag wieder zu einer Feiermeile geworden. Das Völkerballturnier der Hechinger Schulen im Weiherstadion wurde bereits am Vormittag ausgetragen. Die Teilnehmerzahl stieg daher auf rund 300 Schülerinnen und Schüler. Bürgermeister Philipp Hahn lobte den sportlichen Ehrgeiz der Jugendlichen und betonte: „Das Irma-West-Fest ist das Fest aller Generationen.“
Bestätigt wurde diese Aussage spätestens am Nachmittag, als der Seniorennachmittag in der Stadthalle Museum auf dem Programm stand. Jeder Stuhl war besetzt, auch die Empore war gut besucht. Sonderbusse aus der Kernstadt und allen acht Stadtteilen sorgten für eine reibungslose Ankunft. Begrüßt wurden sie traditionell mit den Trommeln und Fanfaren des Jugendfanfarenzugs unter der Leitung von Markus Best.
„Das schönste Fest der Stadt“
Hahn und Stefan Walter, 1. Vorsitzender der Irma-West-Gemeinschaft, leiteten den Mittag mit Begrüßungsreden ein: „Dass der Saal so voll ist, freut mich ganz besonders“, so Walter. Und Hahn ergänzt: „Das Irma-West-Fest ist das schönste Fest der Stadt.“
Ebenjenes Kinderfest verbinde Einheimische wie Hinzugezogene mit der Zollernstadt. Erst kürzlich habe Walter eine E-Mail von einer Hechingerin bekommen, die 2010 am Festumzug teilnahm und seither auf einem Foto auf der Internetseite der Irma-West-Gemeinschaft posiert. „Die Frau hat mich gefragt, ob sie das Bild bekommen kann. Sie zieht nämlich aus Hechingen weg. Und das Kinderfest ist das, was sie mit Hechingen verbindet“, zeigte sich Walter gerührt.
Tanzgruppe begeistert mit Showeinlagen
Der nächste Programmpunkt: die Ehrung von langjährigen Mitgliedern des Jugendfanfarenzugs. Dieser war schnell abgehakt. Denn: Nur ein Mitglied – nämlich Eduardo Fierro – erhielt die Silberne Ehrennadel für sechsjährige Zugehörigkeit. Die Trommler zogen im Anschluss weiter in Richtung Sozialwerk. In der Halle bekamen die Senioren ein buntes Programm geboten. So sorgte die Tanzgruppe von Tanja Bland – 60 junge Tänzerinnen im Alter von sechs bis zwölf Jahren – für verschiedene Showeinlagen und nahmen die Reise musikalisch mit um den Kontinent. Und das mit Liedern, die die Senioren in Ihrem Alltag sicher nicht so oft hören. Ob zu „Je ne parle pas français“ von Namika oder „Waka, Waka“ von Shakira: Die Senioren applaudierten der Tanzgruppe fleißig.
Nach Kaffee und Kuchen brachte Kabarettistin Marianne Schätzle die Senioren mit einem Auszug aus ihrem aktuellen Programm zum Schmunzeln.
Wenig später öffnete auch der Vergnügungspark seine Pforten. Viele Gäste nutzten die Fahrgeschäfte in der Happy-Hour – die Tickets kosteten zwischen 17 und 19 Uhr nur ein Euro. Am Abend wurde dann nach dem Bieranstich weitergefeiert.