„Betty ond die Lalabuaba“ erfreuten das Publikum mit schwäbischem Humor und Gesang. Foto: Sabine Hegele

Die Stadt Hechingen hatte zum adventlichen Nachmittag in die Stadthalle „Museum“ eingeladen.

​In Weihnachten steckt der Wunsch nach Frieden und Geborgenheit, oft auch die verklärte Sehnsucht danach, „wie es früher war“. Aber, hakte Bürgermeister Philipp Hahn nach: War es früher wirklich besser, gemütlicher, heimeliger? Und wie stehen wir Menschen zum internationalen Weihnachtskommerz?

 

„Weihnachten“, brachte es das Stadtoberhaupt auf den Punkt, „ist ein ganz besonderes Fest. Ein Fest der Familie, ein Fest der Emotionen, ein Fest der Wünsche – nach Gemeinsamkeit, nach Geborgenheit, nach angenehmer Gesellschaft, nach gemeinsamem Lachen und Feiern. Ein Fest der Wünsche und der Hoffnung“.​

Nicht alle Wünsche und Hoffnungen, räumte Hahn ein, ließen sich erfüllen. Später am Nachmittag wurde der Rathauschef zum Mitgestalter des Bühnenprogramms: Er las aus dem Buch „Kein Glühwein ist auch keine Lösung“ eine heitere Weihnachtsgeschichte vor.

„Jaqueline, lass die Griffel weg von meinem Freund!“

Zuvor hatte die Dance Factory des TSV Stein ihren Auftritt – ein Genuss fürs Auge. Allerdings erst, nachdem das Trio „Betty ond die Lalabuaba“ das Publikum mit einer Mischung aus Comedy und schwäbischen Pop-Covern begeistert hatte.

Wie sich der Song „Jolene“ von Dolly Parton ins Schwäbische übersetzen lässt? So: „Jaqueline, lass die Griffel weg von meinem Freund!“ Auf diese Art von „Erwachsenengespräch“ greift Sängerin Betty gerne zurück, wenn sie etwas „im Guten“ klären muss.

Ihre musikalischen Begleiter Olaf und Klaus sind weniger subtil unterwegs: Wenn sich Betty mit einem Glühwein gemütlich auf dem Sofa eingerollt hat, flüstern sie ihr schon mal höchst unromantisch ins Ohr, wonach ihnen ist: „Mauldascha mit Kartoffelsalat.“

Programm mit Geschichten, Musik und Tanz

Die wurden beim Seniorennachmittag nicht serviert, sehr wohl aber süße Leckereien. Dafür sorgten die Mitglieder der Hechinger Bürgergarde.

Besinnlichkeit in den Saal brachte außerdem das Jakobus-Vokal-Ensemble. Vorbereitet hatten den Seniorenadventsnachmittag Debora Isoldi und Anke Gärtner vom Sachgebiet Tourismus und Kultur.