Auf die Vorweihnachtszeit eingestimmt hat am Samstagabend der Hechinger Lichterglanz des Stadtmarketing-Vereins. Wir haben die Eindrücke von der Veranstaltung zusammengestellt.
Der Lichterglanz, organisiert vom Hechinger Stadtmarketing-Verein, läutet traditionell eine Woche vor dem ersten Advent die Weihnachtszeit in der Zollernstadt ein. Dass sich die Veranstaltung in der Stadtmitte zum beliebten Treffpunkt der Einheimischen und Besucher aus den umliegenden Städten und Gemeinden gemausert hat, bewies die jüngste Auflage am Samstagabend erneut.
Von der Johannesbrücke bis kurz vor den Obertorplatz sorgten wie gewohnt die beleuchteten Ballonkörper für eine gemütliche Wohlfühlatmosphäre – und das trotz eisiger Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. Der Besucherandrang, insbesondere im Bereich des Marktplatzes, war von Beginn des Lichterglanzes am späten Nachmittag bis in die Nacht groß, teilweise war zwischen den Wurst- und Glühweinbuden kaum ein Durchkommen möglich.
Glühwein und Punsch finden reißenden Absatz
Eine positive Bilanz zog auch Thomas Sigg, Vorsitzender des Stadtmarketing-Vereins, im Gespräch mit unserer Redaktion: „Die Veranstaltung war erneut sehr gelungen. Das Angebot war perfekt.“ Einziger Wermutstropfen seien die doch sehr kalten Temperaturen gewesen. Zum längeren Verweilen sei es einfach zu kalt gewesen.
Gut, dass das Programm auch für Bewegung sorgte – beispielsweise mit dem Nachtwächterpaar Artur und Marga Zeeb, die eine Führung für kleine und große Kinder durch die historische Altstadt anboten. Stationen waren unter anderem am Marktplatz, der „gemütlichen Stube Hechingens“, wie die Nachtwächter zum Auftakt betonten. Halt gemacht wurde auch am Schlossplatz und am Unteren Turm.
Aufgewärmt werden konnte sich sowohl am Marktplatz als auch an der Johannesbrücke mit Glühwein, Punsch und Co. Das vielfältige Essensangebot von Dinnete, Feuerwurst über Pizza, Schupfnudeln, Pommes bis hin zu Käsespätzle sorgte zumindest für einen warmen Magen. Und natürlich: Auch die Hechinger Einzelhändler lockten mit einer warmen Stube, dazu konnte schon nach Weihnachtsgeschenken Ausschau gehalten werden.
Letztlich bot die Stadt Hechingen über den Abend hinweg regelmäßig Führungen für die Öffentlichkeit durch die frisch sanierte Alte Hofapotheke an, die ab sofort unter anderem das Bürgerbüro beherbergt und im Rahmen des Lichterglanzes feierlich eingeweiht wurde. Bürgermeister Philipp Hahn sprach von einem „Leuchtturmprojekt für den Marktplatz“.
Feuershow bildet krönenden Abschluss
Doch das Rahmenprogramm, das in diesem Jahr federführend von Stadtmarketing-Beisitzer Jan Gnoth organisiert wurde, bot noch mehr. Passend zum Veranstaltungsmotto „Feuer“ flimmerte vor dem Rathaus erst der Filmklassiker „Die Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann über die Leinwand, ehe eine spektakuläre Feuershow den krönenden Abschluss bildete.
Dass der Schatten des am darauffolgenden Sonntag stattfindenden AfD-Landesparteitags über der Hechinger Traditionsveranstaltung schwebte, war auf dem Lichterglanz-Gelände kaum spürbar. Der angekündigte Laternenlauf der „Omas gegen rechts“ verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle. Um dem Menschengedränge auf dem Marktplatz zu entgehen, bogen die Demonstranten an der Stiftskirche in Richtung Alte Synagoge ab und scherten erst wieder unterhalb des Rathauses auf das Lichterglanz-Gelände ein. An verschiedenen Stationen wurden Friedenslieder angestimmt, sonst verhielten sich die „Omas gegen rechts“ – wie mit dem Ordnungsamt abgesprochen – ruhig.