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Hechingen Zuschuss-Zug bald abgefahren?

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Suchen nach Wegen, mehr Fahrgäste und Fracht auf die Schiene zu verlagern: Mitglieder des HzL-Vorstands und der Grünen-Fraktion im Landtag auf dem Hechinger Bahnhof. Foto: Rath Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Volker Rath

Hechingen. Finanzpolitische Weichenstellung: Hohenzollerische Landesbahn (HzL) AG und Grünen-Fraktion im Landtag hoffen, dass der Bund weiterhin Investitionen in den Bahnverkehr mitfinanziert.

"Sonst wäre das eine Katastrophe und würde auch das Aus für die Regionalstadtbahn Zollernalb bedeuten", sagte Andreas Schwarz gestern in einem Pressegespräch bei der HzL. Schwarz ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag sowie Vorsitzender des Arbeitskreises Verkehr und Infrastruktur. Fünf Fraktionsmitglieder der Regierungspartei machten auf ihrer Sommertour Station bei der HzL. Ziel er Übung: Wege zu finden, um mehr Fahrgäste und Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Dies sei notwendig für den Klimaschutz. 29 Prozent des Kohlendioxid-Ausstoßes im Land enststünden durch den Verkehr.

Die HzL, die zur Hälfte dem Land gehört, trägt ihren Teil dazu bei. "In den vergangenen zehn Jahren ist das Fahrgastaufkommen stark gestiegen. Das Güterverkehrsaufkommen ist durch die Zementtransporte in die Schweiz höher denn je", so Hans-Joachim Disch, Vostandsvorsitzender der HzL. Den Grünen schweben Veränderungen vor, die die Konkurrenz und damit das Geschäft auf der Schiene beleben. Laut Schwarz sollen Ausschreibungen künftig so gestaltet sein, dass nicht nur der Preis, sondern auch die Qualität des Angebots berücksichtigt wird. Die Streckenlose sollen so aufgeteilt werden, dass sie auch für kleinere Anbieter "leistbar" sind, so Schwarz. Außerdem könnte das Land Infrastruktur übernehmen, damit nicht alle Schienen in der Hand der DB Netz sind. Mehr Konkurrenz käme der HzL entgegen: "Wir scheuen den Wettbewerb nicht", so Disch.

Sorge bereitet Landesbahn und Land das Ende des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG). Es läuft 2019 aus. Bis dahin müssen Investitionen in Infrastruktur nicht nur geplant und umgesetzt, sondern auch abgerechnet sein. Dem GVFG zufolge trägt der Bund 60 Prozent der Investitionskosten, 20 Prozent das Land.

Die HzL hat Millionen-Investitionsbedarf, plant ein neues Stellwerk in Gammertingen und den Umbau von Bahnübergängen. Ohne Zuschuss kann die HzL das nicht stemmen. Verkehrsgesellschaft und Grüne drängen deshalb auf eine schnelle Nachfolgeregelung für das GVFG. "Alles andere würde den sofortigen Stillstand bedeuten", so Disch.

Ihre Redaktion vor Ort Hechingen

Klaus Stopper

Fax: 07471 9874-21

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