Ausstellung: Joachim Wörner zeigt im Weißen Häusle an Natur orientierte Arbeiten

Die Natur ist sein Thema. Aber entstehen lässt er sie nie im Freien vor Ort, sondern nur in einem Kellerraum überwiegend bei Kunstlicht: Einen Einblick in seine künstlerische Arbeit gibt Joachim Wörner am Samstag und Sonntag jeweils von 14 bis 17 Uhr im Weißen Häusle.

Hechingen. Nur drei Bilder werden ausgestellt, dafür besteht viel Gelegenheit, mit dem Künstler direkt ins Gespräch zu kommen. Der gelernte Kunstlehrer kann gut erklären, was ihn antreibt. Ein Bild, das er zeigt, heißt etwa "Felsenmeer". Eine typische Landschaftsformation der Alb. Wiese, Felsen, Licht und Schatten, Geäst. All das ist im Bildmotiv, aber sehr verfremdet. Man sieht dem Bild an, dass es viele Male übermalt wurde. Das zeigen die dicke Farbspuren. "Zufallstechniken" sind ihm beim Entstehen seiner Bilder wichtig. Dann wieder geduldig prüfen und ausarbeiten. Aus dem gegenständlichen Motiv wird so langsam ein Bild, das wie eine Essenz einer Landschaft wirkt. Farbenfroh und spannend.

Seit seiner Pensionierung als Kunstlehrer an einem Balinger Gymnasium könne er sich jetzt stärker auf seine Kunst konzentrieren, erzählt er. "Ich bin jetzt viel konsequenter, bin viel mehr die ganze Zeit mit dem Kopf dabei", sagt er über seine Kunst. Ausgestellt hat er auch in seiner Lehrerzeit, jetzt kann er noch mehr loslegen. Für ein Projekt im schweizer Chur hat er gerade eine Aquarell-Serie in Arbeit. Auch das Zeichnen verfolgt er mit Ernst. Wer einen spannenden und netten Künstler aus der Region kennen lernen will, sollte am Wochenende im Weißen Häusle vorbeischauen. Auf Corona-Regeln wird dabei geachtet.

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