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Hechingen Zahl der Verfahren hat zugenommen

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Deutsche Gesetze gibt es viele. Die Zahl der Gesetzesverstöße hat im vergangenen Jahr zugenommen. Foto: Kahnert

Hechingen - Mit 20.365 Verfahren waren die 38 Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Hechingen im vergangenen Jahr befasst. Einige davon stießen auf besonderes öffentliches Interesse.

Die Zahl der Verfahren nahm im vergangenen Jahr gegenüber 2016 um 5,8 Prozent zu. Gegen bekannte Täter gingen 10 371 Ermittlungsverfahren ein, 2016 waren es 9458. Leicht angestiegen ist auch die Zahl der Strafvollstreckungsverfahren von 3001 im Jahr 2016 auf 3146 im Jahr 2017.

Im Rahmen von Verfahrenseinstellungen wurden im vergangenen Jahr insgesamt 94 615 Euro an gemeinnützige Einrichtungen und die Staatskasse zugewiesen. 26,7 Prozent der Verfahren endeten mit Anträgen zu einem Gericht, davon 18,2 Prozent mit Strafbefehlsanträgen und 8,5 Prozent mit Anklagen oder Anträgen auf Einleitung eines Unterbringungsverfahrens oder eines vereinfachten Jugendverfahrens.

Die durchschnittliche Verfahrensdauer ist im Jahr 2017 angestiegen. Sie lag bei 1,74 Monaten im Vergleich zu 1,5 Monaten im Jahr 2016. Der größte Teil der Verfahren, nämlich 61,23 Prozent, wurde innerhalb eines Monats erledigt, weitere 16,67 Prozent waren maximal zwei Monate anhängig, und 8,34 Prozent bis zu drei Monate. 8,77 Prozent dauerten zwischen vier und sechs Monate und 3,67 Prozent zwischen sieben und zwölf Monate. Länger als ein Jahr waren nur 1,2 Prozent der Verfahren anhängig.

Die Zahl der offenen Verfahren ist von 1157 im Jahr 2016 auf 1439 Verfahren gestiegen. Seitens der Staatsanwaltschaft Hechingen wurden im vergangenen Jahr 3275 Stunden für die Wahrnehmung von Sitzungsdiensten bei den Gerichten sowie eigene Ermittlungstätigkeiten aufgewendet, im Vergleich zu 3798 Stunden im Jahr 2016. Durchschnittlich hatte jeder Dezernent bei der Staatsanwaltschaft Hechingen im Jahr 2017 852 Ermittlungsverfahren gegen bekannte Täter zu bearbeiten.

Mehrere Verfahren sind im vergangenen Jahr auf ein besonderes öffentliches Interesse gestoßen. Aufgrund des Vorwurfs, am 1. Dezember 2016 in Hechingen Umut K. erschossen zu haben sowie weiterer Vorwürfe wurden zwei Angeklagte durch die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Hechingen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe sowie einer Jugendstrafe von neun Jahren verurteilt. Ein weiterer Angeklagter wurde wegen eines dahinterstehenden Betäubungsmittelgeschäfts sowie weiterer Betäubungsmittelgeschäfte zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt.

In einem anderen Verfahren vor der großen Strafkammer des Landgerichts Hechingen wegen eines hinter diesem Tötungsdelikt stehenden Betäubungsmittelgeschäfts wurden zwei Angeklagte zu Haftstrafen und ein weiterer zu einer Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, verurteilt. Gegen eine weitere Angeklagte wurde ein Urteil nach Jugendstrafrecht ausgesprochen.

Aufgrund des Vorwurfs, sich dazu verabredet zu haben, Rache für den tödlichen Schuss auf Umut K. zu nehmen und sich hierfür Schusswaffen zu beschaffen, wurden zwei Beschuldigte zur großen Jugendkammer des Landgerichts Hechingen angeklagt. In drei Ermittlungsverfahren ging es um Angeblich sexuell motivierte Praktiken bei der Kampfsanitäterausbildung, Aufnahmerituale und angebliche Volksverhetzung (es soll eine E-Mail mit einem Bild des Eingangstors des Konzentrationslagers Auschwitz versendet worden sein). Diese Ermittlungsverfahren wurden eingestellt.

Nach einer tödlichen Attacke eines Kangal auf eine Passantin am 30. Mai in Stetten am Kalten Markt wurde wegen fahrlässigen Tötung gegen zwei Beschuldigte Anklage zum Amtsgericht Sigmaringen erhoben. Der Prozess beginnt am 29. Mai.

Nach einer Serie von Einbrüchen in Kindergärten und Schulen im Zollernalbkreis und anderen Landkreisen im Februar und März 2017 und dem Abbrennen eines Kindergartens in Burladingen am 10. März konnten die drei Täter ermittelt und zur großen Strafkammer des Landgerichts Hechingen angeklagt werden. Zwei der Angeklagten wurden zu mehrjährigen Freiheitsstrafenverurteilt; eine davon wurde zur Bewährung ausgesetzt.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Hechingen

Klaus Stopper

Fax: 07471 9874-21

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