Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Hechingen "Wieso ruft er nicht bei mir an?"

Von
Die EJL will auf dem Gelände Marktplatz 3 neben dem Hechinger Rathaus bauen. Auch hier zieht sich das Vorhaben schon über Jahre hin. EJL-Geschäftsführer Andreas Ermantraut hat das Gefühl, dass seine Firma von der Rathausspitze sehr rigide behandelt wird, Bürgermeister Philipp Hahn beruft sich auf das strikte Baurecht und ist empört, dass über solche Dinge nicht das direkte Gespräch mit ihm gesucht werde. Foto: Stopper Foto: Schwarzwälder Bote

Verärgert reagiert Bürgermeister Philipp Hahn auf die Vorwürfe von EJL-Geschäftsführer Andreas Ermantraut, die Stadt würde die Bauvorhaben der Firma verzögern. Weder habe Andreas Ermantraut ihn in der Sache angerufen, noch habe er Klagen über die Terminfestlegung gehört, so Hahn.

Hechingen. "Andreas Ermantraut hat meine Handynummer, aber er hat mich in jüngster Zeit nie angerufen", hält Hahn im Telefonat mit unserer Zeitung fest. Und was ihm wichtig ist: "Ich kann nicht verstehen, wie man Schwierigkeiten, die man so empfindet, einfach so über die Öffentlichkeit verkündet." Er hätte erwartet, dass vorher mit ihm das direkte Gespräch gesucht worden wäre. Das sei ihm gegenüber aber weder per E-Mail noch telefonisch je passiert.

Im Kern geht es in der Sache um die Frage, weshalb die EJL erst in der Oktober-Sitzung ihre Pläne für den Obertorplatz vorstellen darf und nicht bereits früher, wie sich das Andreas Ermantraut wohl erhofft hat. Für Ermantraut bedeutet dies drei verlorene Monate für die EJL, um die sich die weitere Planung verzögern wird. "Ich habe das jetzt zum ersten Mal gehört", empört sich der Bürgermeister über diese Aussage von Andreas Ermantraut in unserer Zeitung und fragt, "wieso ruft er nicht bei mir an?"

Wegen Terminwunsch wäre Anruf bei Hahn möglich gewesen

Auch bei anderen Vorgängen wundert sich der Hechinger Bürgermeister über das Vorgehen des EJL-Geschäftsführers. Die Tagesordnungen des Gemeinderats würden immer Wochen vor einer Sitzung mit den Fraktionssprechern besprochen und beschlossen. Den Wunsch, die Präsentation noch vor der Sommerpause auf die Tagesordnung zu nehmen, habe er in dieser Gesprächsrunde nur aus den Reihen der Gemeinderäte erfahren. Das sei zwar auch möglich, aber nicht unbedingt der beste Weg. Wenn der Terminwunsch im Juli wirklich so dringend gewesen wäre, hätte er erwartet, dass er dann auch direkt als Bürgermeister angesprochen werde.

Und in der Diskussion der Fraktionsvertreter sei man dann jedenfalls überwiegend einig gewesen, dass das Thema im Oktober auf die Tagesordnung kommt. Der Termin sei zudem zwischen Stadtbaumeisterin Helga Monauni und dem EJL-Städteplaner Clemens Künster zuvor auch schon einvernehmlich abgesprochen gewesen. Diese Einvernehmlichkeit gelte auch für die Planung der Gebäudeprojekte am Obertorplatz. Er sei da nicht direkt eingebunden gewesen, habe aber eine Entwurfsskizze gesehen. "Für mich war das erfreulich", beschreibt Hahn seinen Eindruck, er habe das positive Gefühl gehabt, "dass die Sache vorangeht."

Auch bei all den anderen Projekten, bei denen aus der Perspektive von Andreas Ermantraut die Zusammenarbeit mit der Stadt als schwierig empfunden wird, sieht der Bürgermeister keine Ansatzpunkte für Kritik. Beispiel Marktplatz 3, also die Brachfläche direkt neben dem Rathaus.

Genehmigung von Bauvorhaben geht strikt nach Baurecht

Der Ablauf einer Genehmigung solch eines Bauvorhabens werde strikt vom Baurecht vorgegeben, und wenn es Einsprüche von Anliegern und Nachbarn gebe, müssten die eben berücksichtigt werden. Das werde vom Bauamt strikt nach Recht und Gesetzt behandelt, und "in solche Vorgänge darf und will ich mich auch gar nicht einmischen", betont Hahn.

Auch im Verhältnis zum Gemeinderat sieht sich Philipp Hahn nicht als unbedingt bestimmender Faktor. Dass der Kauf des Geländes neben dem neuen Schloß durch die EJL nicht zustande gekommen sei, weil die Stadt ein Vorkaufsrecht geltend gemacht habe, sei ein klarer Gemeinderatsbeschluss gewesen. "Da habe auch ich nur eine einzige Stimme", betont Bürgermeister Hahn.

Artikel bewerten
13
loading

Ihre Redaktion vor Ort Hechingen

Klaus Stopper

Fax: 07471 9874-21

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.