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Hechingen Weilheimer Störche sind die einzigen im Kreis

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Die sechs Störche in Weilheim sind eine Seltenheit im Zollernalbkreis. Foto: Habernickel

Hechingen-Weilheim - Dass ausgerechnet in Weilheim Störche nisten, ist untypisch für die Tiere, die normalerweise weite Flugtäler und endloses Grünland bevorzugen. Storchenbeauftragte Ute Reinhard erklärt, wie es dazu kommt und wie man die Störche schützen kann.

Zu sechst sind die Weilheimer Störche schon seit längerem, nun hat der Nachwuchs allerdings zu fliegen gelernt. Im Alter von acht bis zehn Wochen sei dies ganz normal, erklärt Storchenbeauftragte des Landes Baden-Württemberg Ute Reinhard.

Besonders wichtig sei es deshalb, keinen Müll wie etwa Schnüre, Gummiringe oder Plastik in der Natur liegen zu lassen, da dies für die Störche mit Nahrung verwechselt werden und im schlimmsten Fall sogar tödlich enden kann. Auch wenn man selbst keinen Müll liegen lässt, jedoch welchen findet, kann es Tierleben retten, diesen mitzunehmen und daheim zu entsorgen.

Außerdem wissenswert: "Die Störche brauchen genug zu essen und zu trinken, deshalb ist es wichtig, Grünland nicht großflächig zu mähen und auch kleine Grasflächen stehen zu lassen", bittet Reinhard. Aus diesem Grund sei auch der Bach in Weilheim renaturiert worden.

Dass die Störche ausgerechnet in Weilheim nisten, sei laut Reinhart eher ungewöhnlich. "Normalerweise bevorzugen die Störche weite Flugtäler, viel Grünland und feuchte Wiesen", erklärt sie. Deshalb sind die Störche in Weilheim wohl auch die einzigen im ganzen Zollernalbkreis.

Durch den Populationsdruck komme es in letzter Zeit allerdings öfter dazu, dass Störche auch an ungeeigneten Plätzen nisten. "Im vergangenen Jahr wurden 1200 Hortpaare in Baden-Württemberg gezählt. Das ist das dreifache der Population in den 50er Jahren und jedes Jahr wächst diese Zahl um zehn bis fünfzehn Prozent", erläutert Reinhard die aktuelle Lage.

Das liegt nicht daran, dass die Störche mehr brüten, sondern dass sie im Winter statt nach Afrika nur noch bis nach Spanien fliegen. "Und auf einer kürzeren Strecke ist die Gefahr auch geringer", folgert Reinhard.

In Oberschwaben käme es mittlerweile auch oft vor, dass die Störche im Winter hier bleiben.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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