Der Weilheimer Ortskern, der umgestaltet werden soll: links das Rathaus, der Grünstreifen und die Kirche, rechts die Alte Schule, die Lehrerwohnung und der "Adler" mit Erker Foto: Ullrich Foto: Schwarzwälder Bote

Ortschaftsrat: Schuldach-Sanierung wegen Kosten ohne Photovoltaik / Bücher aus Rathaus und Fairteiler kommen in Telefonzelle

Umfangreich war die Tagesordnung des Ortschaftsrats Weilheim bei seiner Sitzung am Dienstag. Unter anderem standen die Umgestaltung der Ortsmitte, die Schuldach-Sanierung und der geplante Streuobstlehrpfad darauf.

Hechingen-Weilheim. An der Weilheimer Ortschaftsratssitzung, die einen umfangreichen Themenkatalog umfasste, nahm auch Bürgermeister Philipp Hahn als Zuhörer teil. Durch diese Geste wollte er nicht zuletzt seine Wertschätzung für die ehrenamtliche Arbeit der Ortschaftsräte zum Ausdruck bringen. "Ich nehme aber auch gerne an Diskussionen teil", vermerkte das Hechinger Stadtoberhaupt.

Planungen zur Ortsmitte

Nach der Bürgerfragestunde, in der es unter anderem um den Gemeindeverbindungsweg nach Grosselfingen, um einen zweiten Defibrillator und um die Bedeutung des Streuobstlehrpfades ging, kam eine Dokumentation zum Thema "Ortsmitte Weilheim" zur Sprache. Als Ortsmitte gaben die Teilnehmer des Workshops dem Gelände zwischen Lehrerwohnung, altem Schulhaus, Rathaus, Kirche und Pfarrgarten eindeutig den Vorzug. Vor- und Nachteile der geplanten Ortsmitte waren von Vertretern des Planungsbüros detailliert aufgelistet worden, wobei trotz eingeschränkter Barrierefreiheit und eher schwerer Erreichbarkeit die Potenziale überwogen. Als weiteren Baustein im Rahmen des weiteren Vorgehens soll eine "Bürgerkonferenz" stattfinden.

Schuldach-Sanierung

Einstimmig befürworteten die Räte die Dachsanierung der alten Schule, wobei aus Kostengründen auf eine Photovoltaik-Anlage verzichtet wird. Mehrreihige Schneefanggitter, statische Berechnungen und eine Ertüchtigung des Dachstuhles würden zusätzlich zu den Kosten der PV-Anlage einen wirtschaftlichen Betrieb nicht zulassen. Ein entsprechender Beschluss wurde dem Gemeinderat empfohlen.

Eine weitere Blühfläche

Bis jetzt wurden sieben mögliche Flächen zur Schaffung von Lebensraum für die biologische Vielfalt festgelegt. Dazu gehören unter anderem ein Flurstück am Kapellenweg, Pflanzbeete am Hag und eine Fläche bei der Urbanskapelle. Eine Verkehrsinsel in der Bleichbergstraße ist bereits entsprechend bepflanzt. Der Ortschaftsrat stimmte mit einer Enthaltung der Blühfläche an der Kapellenstraße zu.

Streuobstlehrpfad kommt

In sieben Arbeitskreisen wurden Themen rund um den geplanten Streuobstlehrpfad behandelt. Der Rundweg soll knapp neun Kilometer lang sein und die reine Gehzeit etwa 3,5 Stunden betragen. Eingerichtet werden Schautafeln, interaktive Elemente, Spielgeräte, Picknicktische, Rast- und Ruhezonen sowie Spielgeräte. Der Pfad wird sowohl um Weilheim herum, als auch durch den Ort hindurch zu innerörtlichen Besonderheiten führen. Einstimmig wurde der Beschlussvorschläge zu den Themen Pfadname "Hutzeltour", geplanter Pfadverlauf und Annahme der Konzeption zugestimmt.

Weitere Themen

Mit neuen, zeitlosen und stapelbaren Basisstühlen soll die Weilheimer Turn- und Festhalle demnächst ausgestattet werden. Die Auftragsvergabe erfolgte einstimmig. Ohne Vorbehalt wurde dem Vorschlag zugestimmt, eine gebrauchte Telefonzelle zu kaufen. In dieser sollen die Bücher im Rathaus und die im Fairteilerhäuschen zusammen untergebracht werden. Damit ergibt sich die Möglichkeit, sich den Lesestoff auch zu anderen Zeiten als den Öffnungszeiten des Rathauses zu holen. Ohne Gegenstimme ging auch der Vorschlag durch, in der Zeit von 1. Mai bis 1. Oktober an Wochenenden die "nette Toilette" im alten Schulhaus für Wanderer und Radfahrer zu öffnen.

Ortsbegehung am 26. Juni

Ortsvorsteher Gerd Eberwein wies auf die Ortsbegehung am 26. Juni, ab 14.30 Uhr hin. "Das Geld für den zweiten Defibrillator ist da", verkündete der Hechinger Schultes am Ende der Sitzung und bedankte sich für das ehrenamtliche Wirken der Räte.

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